Charlotte liebt den Packerlpostler

Ich liebe unseren Packerlpostler (=Paketbriefträger). Wann immer er auftaucht, gibts neues Lesefutter für mich!

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Vor einiger Zeit hab ich Dragonology: The Complete Book of Dragons auf Amazon entdeckt… irgendwie wars mir zu teuer. Aber dann, vor ein paar Wochen: Antiquarisch! Um 3 Euro! (na gut, plus 3 Euro Versand. Aber wir wollen jetzt hier nicht kleinlich sein.)

Und ahh … wie wunderschön dieses Buch gemacht ist: Mit Prägungen, partiellen Lackierungen und „Drachenhautmustern“, wissenschftlichen Zeichnungen, alten Landkarten, „Edelsteinen“, glänzenden Drachenaugen und einem „persönlichen Brief“ vom Verfasser… Köhlchen und ich sind hingerissen! 🙂

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Und ich kann es sogar argumentieren: Das ist Recherche für mein Buchprojekt. Also Arbeit! Dringend notwendige Arbeit.

In Punkto Arbeit an FM3 gehts auch gut voran: Ich hab übers Wochenende 36 Seiten überarbeitet. Das hört sich jetzt vielleicht nicht viel an – aber Lektorinnenkommentare lesen, nachdenken, umschreiben … das dauert. Schreiben fließt bei mir ganz natürlich dahin, wenns gut geht. Aber Überarbeiten ist irgendwie so, als hätte man plötzlich eckige Räder auf dem Wagen und müsste ihn aus dem Gatsch schieben. Dafür gehts jetzt eigentlich ziemlich gut. Und ich hab noch zwei Wochen, bis ich die Überarbeitungen in die nächste Lektoratsrunde schicken muss. Keeeein Problem. Hust.

Außerdem machens die Kommentare meiner Lektorin Susanne auch immer wieder recht vergnüglich 😉

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LOL! Naja, womöglich hatte sie hier recht … es wurde tatsächlich ein wenig viel geguckt.

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Darf ich vorstellen: Leopold Huckenweiler. Für seine Freunde schlicht Leo, der Große. Ein neuer Bewohner von Finley Meadows.

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Natürlich klickt Rouven! Was für eine Frage. 😉

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Yes! Das klingt fies, aber es gehört zu den richtig großartigen Sachen, wenn ich jemand zum Weinen bringen kann. Also mit meinen Büchern. Nicht im RL.

 

So, jetzt klemme ich mich wieder hinter meine Überarbeitung – Ich hab Kaffee, Schokolade und 4 Stunden, bevor ich Köhlchen von der Schule hole. Go, Charlotte, go!

Montagsfrage: Falls ihr bei Aktionen teilnehmt, wie viel kommentiert ihr bei anderen? Oder seid ihr eher stille Mitleser?

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Ich beantworte eigentlich nur die Montagsfrage regelmäßig – und da lese ich gerne die Antworten der anderen. Allerdings oft nur die, deren Blogs ich sowieso schon folge. Kommentare schreibe ich eher selten – meist „like“ ich einfach bei WordPressblogs. Bei Blogspot-Blogs ist es schwieriger: diese Funktion gibt es da nicht, und das Kommentieren klappt nicht immer. Nachdem ich schon ein paar Mal einen Kommentar geschrieben hab, der sich dann einfach nicht absenden ließ, bin ich da ein wenig vorsichtig 😦

Wie folgt ihr WordPressianer eigentlich Blogspot-Blogs? Mit einem extra Reader? Via Blogger-Community?

FM3 Cover

Ich brauche eure Hilfe! Heute hab ich das Cover von meinem Grafiker bekommen. Was haltet ihr davon? Gefällt es euch?

„Küss mich einfach immer weiter“ erzählt die Geschichte von Adele, die zum Zeitpunkt des Buches schon über fünfzig ist. Ich wollte, dass man das auch am Cover sieht. Warum gibt es kaum Liebesromane mit älteren Heldinnen? Ich hoffe doch, dass das typische Liebesleben über vierzig nicht so komatös ist, wie der repräsentative Liebesromanmarkt. 😉

 

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Ich bin sehr gespannt auf eure Meinung – was sagt ihr zu dem Cover?

Die zwei Seiten der Medaille

Letzte Woche hab ich ein nettes Mail von einer angehenden Autorin bekommen. Sie schreibt derzeit an ihrem ersten Buch und wollte von mir wissen, ob ich ihr empfehlen würde, als Selfpublisherin zu veröffentlichen.

Nachdem ich heute diesen Beitrag hier gelesen habe, dachte ich, vielleicht interessiert das auch andere angehende Autoren – also hier meine Liste mit Vor- und Nachteilen:

#edit – mitterweile gibt es auch noch diese Seite hier: https://charlottecolewrites.com/ressourcen-fuer-autoren/

Vorteile:

  • Man kann schreiben, was man will, z.B. auch Bücher für sehr kleine Zielgruppen.
  • Man kann so lange schreiben, wie man will – es gibt keine Abliefertermine bei einem Verlag. Wenn man das Gefühl hat, dass das Buch noch nicht ausgereift ist … dann lässt man sich eben noch etwas mehr Zeit.
  • Man kann veröffentlichen, wann man will – z.B. alle paar Wochen, wenn man so schnell schreiben kann. Es gibt keine langen Vorlaufzeiten.
  • Man kann kurzfristig auf Trends reagieren.
  • Man kann Titel und Cover frei entscheiden. Man kann das Cover ändern, wenn man nicht mehr zufrieden ist.
  • Man behält sämtliche Einnahmen aus den Buchverkäufen.
  • Man erhält jedes Monat die Einnahmen aus den Buchverkäufen ausgeschüttet und muss nicht monatelang auf eine Abrechnung warten.
  • Man kann seine Werbelinie frei entwerfen, Aktionen planen, so viel Marketing machen, wie man eben möchte.
  • Die Rechte verbleiben beim Autor.

Nachteile:

  • Wenn man versuchen will, Bücher rauszubringen, die so ungefähr Verlagsqualität haben, dann ist das ziemlich teuer. Wie überall gilt auch hier, dass gute Leute (speziell Lektorat, Korrektorat, Buchsatz, Grafiker, Buchtrailer) sich ihre Arbeit auch entsprechend entlohnen lassen. Sprich: je mehr Wert man auf Qualität legt, desto mehr kostet es. Das Risiko dafür liegt bei einem selbst.
  • Mit den typischen Indie-Buchpreisen (99Cent!), ist es schwierig, die Gewinnzone zu erreichen.
  • Verlage haben (wenn sie denn wollen) deutlich mehr Marketingpower. Wenn man Pech hat, und das eigene Buch erscheint zeitgleich mit einer großangelegten Verlagswerbeaktion, dann ist es schwierig aufzufallen.
  • Es ist fast unmöglich, als Selfpublisher seine Bücher in Buchhandlungen zu platzieren.
  • Kein Verlagsvorschuß.
  • Die erfolgreichen Selfpublisherinnen haben ein wahnsinniges Arbeitspensum, viele veröffentlichen alle paar Wochen ein neues Buch. Da mitzuhalten ist nicht einfach, bzw. je nach Autor und Arbeitsweise auch nicht möglich.
  • Der Großteil der Selfpublisher bleibt erfolglos – nach Studien verdienen die meisten unter 500 Euro pro Jahr. Damit hätte man nicht einmal die Kosten fürs Lektorat abgedeckt.
  • Man darf nicht nur alle Entscheidungen selber treffen, man muss auch. Gerade beim ersten Buch ist die Lernkurve heftig.
  • Es ist oft nicht einfach, Antworten auf z.B. rechtliche Fragen zu finden… Medienanwälte kosten eine Lawine, und im Internet gibts zu jeder Frage zehn verschiedene Antworten.
  • Selbst-Marketing sollte einem liegen. Ohne geht es leider nicht! Geborene Selbstdarsteller sind hier klar im Vorteil.
  • Der Ton an den virtuellen Wasserstellen der Indies ist rau. Wenn man hier eine Frage in die Runde wirft, sollte man sich ein dickes Fell zulegen.

Charlotte kaputt.

Heute hatte ich die Chance, eine Tag lang bei Georg in einem Keramik-Freidrehen-Workshop zu schnuppern. Ich durfte ihm ja schon mal beim Arbeiten über die Schulter schauen.

Ihr kennt das aus dem Fernsehen, wenn ein Töpfer einen Klumpen Ton auf die Scheibe wirft, und dann zipp-zapp-schnappdiwapp dreht sich da eine wunderschöne Vase?

Ha! Not.

Das ist wirklich, wirklich schwierig – der Ton hat einen eigenen Willen. Man braucht ziemlich viel Kraft. Der eigene Rücken bringt einen um. Es ist eine unfassbare Sauerei – man sieht aus wie eine verhaltensauffällige Dreijährige nach einem Matschbad. Ich hab schon lange nicht mehr so viele Erwachsene mit Erde im Gesicht gesehen 😉

Aber: Es macht echt viel Spaß. Man kommt superschnell in den Flow, wird mit seinen Gedanken in den Ton gesaugt und kann dann beinahe spüren, was das Material will.

Und ich habe jetzt das Gefühl, dass ich Jolanda (meine Heldin) besser verstehe. Ich wusste nur, dass sie Keramikerin ist. Aber nicht warum. Jetzt ist mir vieles über sie klar geworden, ihre Persönlichkeit hat ein paar neue Facetten bekommen, ein paar Dinge verschieben sich in der Handlung. Ich kanns kaum abwarten, bis ich wieder weiterschreiben kann!

Wenn jemand von euch Interesse an Keramik hat: Georg ist supernett und sehr geduldig, seine Kurse sind total entspannt. Kann ich nur empfehlen! 🙂

Hoch zu Roß und Wien bei Nacht

 

Gestern um halb 11, als ich grad ein kleines Deobad gegen Angstschweiß genommen hab, hat Mr. Cole angerufen.

Er: Was machst du denn?
Ich: Ich hab jetzt gleich Reitstunden. Bin ein bissl nervös. Sag was Nettes.
Er: Es war schön, dich gekannt zu haben.

HarrHarr. 😉

Aber erstaunlicherweise war es dann total nett. Darf ich euch Tinkabell vorstellen:

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Tinkabell

Sie ist eine sehr eigensinnige, junge Dame – und sie hat sofort gemerkt, dass sie es mit der ahnungslosen Variante Mensch zu tun hat. Aber sie war nett genug, mich trotzdem nicht runterzuwerfen.

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Winzige Charlotte auf riesiger Tinkabell. So fühlt es sich auch ungefähr an.;)

Nächste Woche – nächste Runde. Ich will jetzt noch ein paar Stunden nehmen, bis ich vielleicht den Punkt erreiche, wo ich mich halbwegs sicher fühle. Mal sehen.

Abends hatten Mr. Cole und ich frei! Zuerst haben wir uns in der Swing Kitchen die Bäuche vollgeschlagen. Falls ihr mal nach Wien kommt und euch der Sinn nach total leckeren (veganen) Burgern steht: Dort seid ihr richtig.

 

Ich finde es total sympathisch, dass die Swing Kitchen auf Plastik verzichtet – alles ist biologisch abbaubar, und sie achten generell darauf, dass sie so wenig wie möglich Verpackung verwenden.

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mandel-nougat-schnitte. oh yeah, baby. 😉

Dann sind wir gemütlich durch die Innenstadt spaziert. Wien ist bei Nacht wirklich schön – der morbide, imperiale Charme weht fast greifbar durch die Gassen.
Und ich hab mich wieder daran erinnert, warum ich normalerweise Jeans statt Röcken anziehe: its fucking freezing out there 😉

Und dann: tadah, das Burgtheater. (Das man als bildungsbürgerlicher Wiener na-tü-r-lich ein wenig nasal als „die Burg“ referenziert.)

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die „Burg“

Wir hatten Karten für „Hader spielt Hader“ … Er ist mein absoluter Lieblingskabarettist.

Hader war gestern großartig, wie immer – ich kennen keinen anderen „Kleinkünstler“, der mit einer solchen schlafwandlerischen Sicherheit die richtigen Töne trifft. Ich mag seine kindliche Freude an Wortspielen. Ich liebe es, wie er die Stimmung im Publikum dirigiert – zwischen Betroffenheit und Lachstürmen ist da jede Gefühlsnuance dabei. Hader ist einfach der Beste 🙂

Er witzelt selbst darüber, wie schlecht sein Klavierspiel ist. Und trotzdem sind seine Lieder einfach gut. Hader ist ein Meister darin, Bilder aus Wörtern zu zeichnen. So wie über den Franz. Oder über die Nachbarschaft.