Kochen mit Reenie: Eistee

Die Sonne brannte vom Himmel und Reenie lag matt auf ihrem Liegestuhl auf der Veranda. Sie hatte ihr Buch auf ihren Bauch sinken lassen. Selbst zum Lesen war es zu heiß. Neben ihr schwitzte ein Glas Eistee kleine glitzernde Perlen auf die glatte Oberfläche. Funkeln schöner als Diamanten, dachte Reenie träge.
Lenny quietschte auf und Reenie musste lächeln. Lucien hatte einen kleinen Pool für ihn aufgestellt. Die beiden waren gerade dabei, ihn aufzufüllen, und Lenny kreischte vor Vergnügen, wenn Lucien den Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch auf ihn richtete. Lou und Jimi tauchten aus dem Haus auf.

»Gibt’s was zu essen?«, fragte Lou.
Reenie schob ihre Sonnenbrille in die Höhe. »Nudelsalat, Wassermelone und Eistee im Kühlschrank, Eis im Gefrierschrank. Selbstbedienung.«
Die beiden zogen in Richtung Küche ab und Reenie hörte, wie sie mit Geschirr klapperten, um schließlich mit vollen Tellern wieder aufzutauchen. Sie ließen sich auf der alten Schaukel nieder und kauten.
»Wir wollen vielleicht noch zum See«, sagte Lou und baumelte mit ihren braungebrannten Beinen. »Wie ist das Wasser?«
»Super.« Reenies Gedanken wanderten zurück zum Morgen. Lucien war mit ihr und Lenny zum See gefahren. Sie hatten ihre Handtücher ganz nahe am Ufer ausgelegt und waren ins Wasser gelaufen. Der See war noch ganz still gewesen und das Wasser hatte ihren Körper weich umschmeichelt. Lenny war mutig zwischen ihnen hin und her geschwommen und sein kleines Gesicht hatte vor Stolz geleuchtet. Seit diesem Jahr brauchte er keine Schwimmhilfe mehr. Damit war er in seinen Augen offiziell ein großes Kind, kein Baby mehr. Als sie später auf den Handtüchern gelegen hatten und Len- ny am Ufer des kleinen Sees aus Kieselsteinen Staudämme baute, war Reenie für einen Augenblick eingedöst.
Im Traum war sie bei Jake gewesen. Sie waren wieder im Sky & Sea, hatten getanzt. Die sanfte Musik verwob sich mit der warmen Luft um sie herum. Reenie konnte seine Wärme spüren. Seine Hände streichelten ihren Rücken in langsamen Kreisen und ihre Nervenzellen reagierten mit schmerzlicher Wucht. Ihr ganzer Körper sehnte sich nach seiner Berührung. Sie drängte sich näher an ihn. Als er seine Hände ein wenig tiefer wandern ließ und den Ansatz ihrer Brüste streifte, stöhnte sie leise seinen Namen.
Die Hände wurden plötzlich ganz still.
»Was hast du gesagt?«, fragte eine tiefe Stimme und Reenie schlug die Augen auf. Sie brauchte einen Moment, bevor ihr klar wurde, wo sie war. Als sie schließlich den Mut aufbrachte, sich umzudrehen, hatte Lucien sie mit kühlen Augen angesehen.
»Nichts«, hatte Reenie schnell erwidert und ihm die Flasche mit Sonnencreme aus der Hand genommen. Sie hatte den Verschluss zuschnappen lassen. »Danke fürs Eincremen.«

Reenies Eistee

Ihr braucht dazu:

1,5l Wasser
2 Beutel Schwarztee
Saft einer halben Zitrone
1 Handvoll Pfefferminzblätter (oder 1 Beutel Pfefferminztee)
Zucker oder Honig nach Geschmack

Und so funktionierts:

Wasser zum Kochen bringen und die Teebeutel und Pfefferminzblätter (oder -teebeutel) damit übergießen. 3 Minuten ziehen lassen und dann entfernen. Zitronensaft hinzufügen und nach Geschmack mit Honig oder etwas Zucker süßen. Dann kalt stellen. Für Eilige geht das natürlich auch mit Eiswürfeln „wink“-Emoticon.
Wer es etwas exotischer mag, kann auch einen Schuss Limetten- und/oder Ananassaft statt des Zitronensafts nehmen.

Besonders schön sieht es aus, wenn ihr den Eistee in einem Krug mit Eiswürfeln, Zitronen- oder Limettenscheiben und einem Pfefferminzzweig serviert. Und dann ab in den Liegestuhl und mit einem guten Buch der Hitze trotzen!

Foto: shutterstock/pilipphoto

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