Tall, dark, handsome … und grunzt.

DER amerikanischer Heftromanverlag hat sich die Frage gestellt, was wohl passieren würde, wenn der (nicht so gesprächige) Held aus einer ihrer Vikinger-Schnulzen auf ein Date gehen würde.

Ihr wisst schon – einer dieser 2-Meter-Männer vom Coverfoto mit Muskeln aus Stahl, dem der nordische Wind das Hemd vom Brustkorb gerissen hat … und der üblicherweise gerade eine dahinschmelzende Frau mit vollem Einsatz vor Bodenkontakt bewahrt? Hier bleibt er mal angezogen – und geht bowlen. 😂😉

Brüllwitz.

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Echt jetzt? Ich habe noch nie eine(n) Künstler(in) getroffen, der nicht voller Selbstzweifel mit sich und ihrer/seiner Arbeit gekämpft hätte – und der Angst, zu versagen. Kunst und Kreatives Schaffen sind nix für Warmduscher, weil Angst integraler Bestandteil ist. Da muss man durch, selbst wenn hübsche Sinnsprüche auf Pinterest etwas anderes behaupten.

Das hier ist übrigens nach außen getragene Selbstmotivation. Tschakka! 😉

Darfs ein bisserl mehr sein?

Neulich drüber gestolpert: https://www.boersenblatt.net/artikel-nina_george_ueber_die_stellung_der_frauen_im_literaturbetrieb.1272531.html

Das ist, mit Verlaub, eine Sauerei. Zwar – zugegebenermaßen – eine Sauerei, die mich als U-Indie-Autorin nicht so wirklich betrifft, da ich nicht aktiv auf Verlagssuche bin und meine Bücher auch nicht unbedingt Hochliteraturpreismaterial sind.

Aber: es gibt kaum etwas, das mich mehr aufregt, als systemimmanente Diskriminierung. Auch weil es verflixt schwer ist, dagegen aufzutreten, ohne die Augen der Zuhörer vor Langeweile glasig werden zu lassen. Wenn diese Ungerechtigkeit dann in Bereichen auftritt, wo man echt Besseres erwarten können, ist es doppelt bitter. Shame on you, Literaturbetrieb.

Die Mehrheit der Bücher wird übrigens von Frauen gekauft und gelesen. Ohne uns wäre es ob der unbezahlten Stromrechnung recht schnell finster in den heiligen Hallen der Selbstbeweihräucherung.

Gartenzwergs Winterquartier 

Köhlchen liebt Geschichten über meinen Großvater, seinen Urli. Ich kann mir kaum vorstellen, dass er noch viele Erinnerungen an ihn hat, denn mein Großvater ist gestorben, als Köhlchen erst vier Jahre alt war. Vielleicht spürt er einfach, wieviel mein Großvater mir bedeutet hat – und dass er mir immer noch fehlt.

Gestern habe ich Köhlchen (als mir die Geschichten ausgegangen sind) erzählt, dass die Gartenzwerge, die neben seiner Sandkiste im Garten stehen, von meinen Großeltern stammen. Und sie deswegen einen Ehrenplatz dort haben.

Natürlich musste er gleich nachschauen gehen. Ein paar Minuten später war er wieder da – mit drei sandigen Gartenzwergen im Arm. Das wohl unvermeidliche Schicksal von Gartenzwergen neben einer Sandkiste, in der Sand gelegentlich tief fliegt.

Naja. Köhlchen wollte sie unbedingt waschen – in der Küche. Ich hab ihn davon überzeugt, dass Gartenzwerge eine richtige Dusche viel mehr genießen. Und das haben sie dann auch – ein Gartenzwerg Spa Day! 😉

Ich dachte ja, die Gartenzwerge wandern danach wieder raus in den Garten. Aber wie sich herausgestellt hat, mögen Gartenzwerge keine Kälte. Wusstet ihr das? Die armen Zwerge frieren den ganzen Winter lang, weil gedankenlose Menschen (wie ich) einfach davon ausgehen, dass sie als magische Gartenbewohner ohnehin frostresistent sind.

Was soll ich sagen: Falsch gedacht. Eigentlich und ursprünglich kommen Gartenzwerge aus dem Märchenland. Dort friert es nicht, es sei denn, man will es. Und Gartenzwerge wollen das nicht, ganz ohne Zweifel.

Also: Keine Orchidee mehr auf meinem Badezimmerfensterbrett. Dafür drei Gartenzwerge, die dort (zugegebenermaßen) recht zufrieden wirken. Und auch einen viel besseren Ausblick auf die Nachbargärten haben. Gartenzwerge sind nämlich vermutlich auch dem Tratsch nicht abgeneigt. Erzählt man sich so. 😉

Aber das Glück des einen ist das Unglück des anderen: Die Orchidee fühlte sich wohl ungeliebt und verstoßen – und hat sich in einem Augenblick tiefer Verzweiflung von ihrem neuen Fensterbrett in die Tiefe gestürzt. Der Kater saß daneben und hat es genau gesehen, konnte die Pflanze aber leider nicht mehr daran hindern. Er war tief betroffen. Und total überrascht ob der Tatsache, dass Blumen von Fensterbrettern springen, ganz ohne Fremdeinwirkung. So wie ich auch. Wer hätte das gedacht?

Wenn ihr mich jetzt entschuldigt: Ich muss einen neuen Übertopf für die Orchidee suchen. Im Gartenschuppen. Draußen. Ihr wisst schon: Wo es so kalt ist, dass man nichtmal einen Gartenzwerg vor die Tür jagt.

 

Monster!

Überlege gerade ein Finley Meadows/Fantasy Buch.

Titel: Reenie und der Kampf gegen das Sockenmonster – Nicht ohne meinen Weichspüler.

Plotidee
Millionenfach wiederholt sich jeden Tag ein grausames Schauspiel in den Waschmaschinen dieser Welt und Reenie hat sich damit abgefunden. Aber als eines Tages die rechte Socke eines besonders hübschen Sockenpaares mit UFO-Muster vom Sockenmonster gekidnappt wird, und Reenie mit den Tränen ihres Sohnes konfrontiert ist, beschließt sie, endlich etwas dagegen zu unternehmen. Sie will nicht mehr zusehen, wie liebende Sockenpaare getrennt werden. „Nie mehr verwaiste Socken“, murmelte sie entschlossen, schultert den Wäschekorb und macht sich mit ihrer besten Freundin Jill auf den Weg durch das Waschmaschinenbullauge ins gurgelnde Reich des Monsters. Ihr Ziel: die Bestie zu stoppen. Zum Wohle der Menschheit und dem aller UFO-Socken.

Sicher ein Bestseller! 😉

Drachen im Bikini

Heute war ich mit einer lieben Freundin Mittagessen (indisch: ziemlich leckeres Dhal mit fluffigem Naan, und danach eher merkwürdiges Pistazieneis).

Meine Freundin ist eine der Gründerinnen und kreatives Mastermind von Margaret & Hermione, einem ökologischen Bademodenlabel. Alte Fischernetze, die in den Weltmeeren treiben und das Leben von Walen, Delphinen und anderen Meereslebewesen gefährden, werden eingesammelt und zu bunten Stoffen recycelt. Wie cool ist das?

Jedenfalls hab ich sie über mein streng geheimes Buchprojekt und mein Drachenbuch vollgelabert, bis sie vermutlich beinahe vor Langeweile in ihr Gemüsecurry gekippt wäre (und nur zu nett war, um das zu sagen) … Und dann hat sie mir das neueste Video ihres Modelabels gezeigt, das ich total süß finde.

Es sind zwar keine Drachen drin, aber zumindest Dinosaurier. Und Drachen sehen in Bikinis vermutlich sowieso merkwürdig aus. 😉