Charlotte kaputt.

Heute hatte ich die Chance, eine Tag lang bei Georg in einem Keramik-Freidrehen-Workshop zu schnuppern. Ich durfte ihm ja schon mal beim Arbeiten über die Schulter schauen.

Ihr kennt das aus dem Fernsehen, wenn ein Töpfer einen Klumpen Ton auf die Scheibe wirft, und dann zipp-zapp-schnappdiwapp dreht sich da eine wunderschöne Vase?

Ha! Not.

Das ist wirklich, wirklich schwierig – der Ton hat einen eigenen Willen. Man braucht ziemlich viel Kraft. Der eigene Rücken bringt einen um. Es ist eine unfassbare Sauerei – man sieht aus wie eine verhaltensauffällige Dreijährige nach einem Matschbad. Ich hab schon lange nicht mehr so viele Erwachsene mit Erde im Gesicht gesehen 😉

Aber: Es macht echt viel Spaß. Man kommt superschnell in den Flow, wird mit seinen Gedanken in den Ton gesaugt und kann dann beinahe spüren, was das Material will.

Und ich habe jetzt das Gefühl, dass ich Jolanda (meine Heldin) besser verstehe. Ich wusste nur, dass sie Keramikerin ist. Aber nicht warum. Jetzt ist mir vieles über sie klar geworden, ihre Persönlichkeit hat ein paar neue Facetten bekommen, ein paar Dinge verschieben sich in der Handlung. Ich kanns kaum abwarten, bis ich wieder weiterschreiben kann!

Wenn jemand von euch Interesse an Keramik hat: Georg ist supernett und sehr geduldig, seine Kurse sind total entspannt. Kann ich nur empfehlen! 🙂

Recherche: In der Töpferei

Neulich war ich wieder auf Recherche Mission unterwegs – in meinem nächsten Buch wird Keramik eine große Rolle spielen. Und ich habe einen netten Künstler gefunden, der mich über seine Schulter schauen ließ, und mir selbst die abstrusesten Fragen beantwortet hat. Danke, Georg!

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Georg hat wirklich tolle Arbeiten in seinem Atelier. Mir war irgendwie nicht klar, wie vielseitig Keramik eigentlich ist. Bis hin zur Urne! Da war ich ziemlich erstaunt – hier seht ihr Urnen, die für ein Ehepaar gefertigt wurden.

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Es war faszinierend, Georg beim Arbeiten zuzusehen. Die Geräusche, das Gefühl von Ton auf der Haut, der Geruch in der Werkstatt. Je mehr ich über eine Sache weiß, deso besser kann ich sie im Buch beschreiben. Hypnotisch-faszinierend fand ich, seine Arbeit mit der Töpferscheibe zu beobachten.

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Jetzt fehlen mir nur noch zwei große Brocken an Recherche, dann fühl ich mich halbwegs vorbereitet auf die Drachensachen.

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Sofern man jemals wirklich darauf vorbereitet sein kann. Vermutlich machen meine Protagonisten doch wieder nur, was sie wollen 😉

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