Patrick Süskind: Drei Geschichten und eine Betrachtung

Frisch gelesen: Drei Geschichten und eine Betrachtung von Patrick Süskind.

Herr Süskind schreibt mit einer schwebenden Eleganz, die seine klugen, tragischen und humorvollen Geschichten hinreißend schön macht… und er tut auf eine eigentümlich selbstverständliche Art, so als wäre Erzählen für ihn wie Atmen – etwas, das einfach so sein muss.

Ich bin ein großer Fan seiner Bücher – „Die Taube“, oder auch „Die Geschichte von Herrn Sommer“ gehören zu meinen Lieblingen, die ich immer wieder lese. Wer atemlose, in sich ruhende und sprachgewaltige Geschichten über kleine große Dinge mag, ist hier richtig.

(Und jetzt mal ehrlich: Wie könnte man so etwas denn nicht mögen? Das wäre, als würde man Nougatschokolade blöd finden. Gibts ja gar nicht. 😉 )

Eigentlich keine Liebesromane & eine Frage

Das häufigste Feedback, das ich zu den Finley Meadows Büchern höre, ist folgendes: Eigentlich lese ich ja keine Liebesromane. Nur deine. Wann kommt das nächste? Geht das nicht schneller? Warum brauchst du so lange? 😉

Das ist irgendwie total schmeichelhaft, auch wenn ich es nicht nachvollziehen kann, woran das liegt?  Für mich sind sie irgendwie … ganz normale Liebesromane. Und heute morgen beim Kaffeetrinken hab ich mir gedacht: Marketingmäßig auch eher suboptimal, oder? Ich meine, wenn meine Bücher Leuten gefallen, die typischerweise keine Liebesromane lesen … dann kommen die ja auch nicht auf die Idee, dass sie in Amazons Liebesromanabteilung ein Buch finden könnten, das ihnen gefällt. Mhm.

Jetzt hätte ich noch eine Frage an diejenigen unter euch, die schon mal was von mir gelesen haben… Ich muss da grad so einen Fragebogen ausfüllen. Und da steht: Ähnliche Bücher anderer Autoren / Ähnliche Autoren.

Habt ihr da Ideen? Wer schreibt denn so ähnlich wie ich? Ich kann das ehrlich nicht beantworten. Ich hab schon meine Lektorin gefragt … und wisst ihr, was sie gesagt hat?

Ich les eigentlich keine Liebesromane. Nur deine.

Na dann 😉 … Hilfe!

 

Montagsfrage: Wie geht ihr mit den allseits präsenten Liebesgeschichten um?

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Ich denke, dass sich ein unglaublich großer Teil der Menschheitsgeschichte auf die Liebe zurückführen lässt: auf Verliebtheit, auf Liebe, die zu Hass wird; unerfüllte Liebe, große Liebe, die Liebe zu den eigenen Kindern, verblendete Liebe, die Liebe zwischen Freunden und enttäuschte Liebe… wobei die konfliktbeladene Variante im Regelfall das ist, was der Geschichte der Menschheit zu Wendungen und Büchern zu Drama verhilft. Wen interessiert schon ein „Sie trafen sich mit 20, heirateten mit 21, bekamen 1.7 Kinder und lebten glücklich bis an ihr Lebensende in ihrem kleinen Häuschen am Stadtrand.“ Gähn.

Für alle, die sich nach der großen Liebe sehnen, bringt ein Liebesroman Hoffnung. Für jene, die gerade über eine fiese Enttäuschung hinweg kommen müssen, hat er einen kathartischen Effekt. Müttern, die gerade übermüdet zwischen Babywindeln, den Teletubbies und Trotzanfällen festsitzen, bringt er ein wenig Freiheit. Und jeder, wirklich jeder, kann in einem guten Liebesroman dieses Prickeln finden … das man nur erlebt, wenn man frisch verliebt ist. Selbst wenn man in einer glücklichen Partnerschaft lebt. Fühlt sich ein klein wenig abenteuerlich und verboten an, ohne es zu sein.

Wie war nochmal die Frage? Ich versteh die nicht. 😉