Darf ich vorstellen …

… FM3:

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7 Monate meines Lebens, 86.642 Wörter oder 243 Seiten…

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Seit Freitag hab ich es noch einmal komplett durchgearbeitet und viel zu wenig geschlafen. Bis mir Mr. Cole schon ungefragt halbstündlich Kaffee an den Schreibtisch geliefert hat. Einmal hat er mich beim Trinken beobachtet und gemeint: „Schmeckt man gar nicht, den Wodka, den ich dir in die letzten Tassen gekippt habe, oder?“
HarrHarr. 😉

Aber das Manuskript ist endlich fertig überarbeitet und seit soeben unterwegs zur fantastischen Andrea Weil, einer meinen beiden Lektorinnen, die die zweite Lektoratsrunde übernehmen wird.

Mal sehen, ob ich gut umgebaut habe. Ob noch irgendwo Nahtstellen sind. Ob meine Formulierungen passen. Welche Wortwiederholungen sie aufstöbert. Falls irgendwo im Text eine „Deckeldame“ vorkommt, liebe Andrea: Ich war das nicht. Word hat beschlossen, jeder Dackeldame ein „e“ zu spendieren.

Ich werd jetzt jedenfalls für ein paar Tage Urlaub machen, während Andrea sich mit der Machete durch den Text arbeitet. Gähn!

 

#workinprogress: FM3 & Drachen

Guten Morgen!

Mein supernetter Grafiker Paul hat mir gestern Abend noch eine weitere Variante geschickt – jetzt mit Wolken 😉 … Was meint ihr dazu?

zum Vergleich nebeneinander – ich denke, mir gefällt die neue Version besser. Aber eure Meinung würde mich sehr interessieren 🙂

 

Gestern habe ich ziemlich lange mit meiner Lektorin wegen der Drachensachen telefoniert. Susanne schreibt selbst auch – praktischerweise High Fantasy. Wir haben gemeinsam mein Projekt abgeklopft, und sie hatte ein paar großartige Anregungen und Einwände. Ich habe das Gefühl, meine Geschichte wird immer dichter, mein Worldbuilding logischer. Jetzt hab ich ein paar neu vollgekritzelte Seiten mit Ideen und Entwicklungen, die ich in den nächsten Tagen in den Plot einarbeiten werde. Und hab ich schon mal erwähnt, dass ich es kaum abwarten kann, wieder weiterzuschreiben? 🙂

Außerdem hab ich mit Mr. Cole die wissenschaftliche Seite meiner Drachensachen besprochen. Auch wenn das nicht vorkommen wird – mir ist es echt wichtig, dass alles auch im Hintergrund Sinn macht. Und es ist wirklich praktisch, einen Chemiker mit Vorliebe für Quantenmechanik im Haus zu haben. Zeitreisen, Dimensionssprünge, Giftcocktails, Energieebenen, Astralreisen, morphogenetische Felder: egal mit welchen Fragen ich ankomme, er hilft mir weiter.

Und während die ganzen neuen Infos in meinem Kopf vor sich hinblubbern, steht erst mal Fotoretouche und Überarbeiten von FM3 auf dem Programm. Meine Problemfälle für heute lauten wie folgt: 😉

Neues aus dem Lektorat

Solch nette Dinge schreibt mir meine Lektorin Susanne in ihren Mails:

Deine Geschichte habe ich wie immer sehr genossen. Ich mag einfach die Art, wie du mit Sprache umgehst, und du hast auch ein ganz sicheres Gespür dafür, wie du Szenen komponierst. Man kann sich von Spannungskurve zu Spannungskurve durch den Text tragen lassen.

und:

Ich bin (…) sehr angetan, genieße deine Sprache sehr und deine ganz eigene Art, diese Geschichte zu erzählen.

… aber dann kommts:

Meckerpunkte beziehen sich wie im letzten Teilstück auch hier wieder auf Adeles emotionale Befindlichkeit, die mir zu dramatisch ist für den vergleichsweise geringen Auslöser – man hat den Eindruck, sie hätte als Einzige einen Flugzeugabsturz überlebt und wäre zwei Jahre im Dschungel verloren gewesen. Näheres dazu wieder am Text.

Na dann. Und ich hatte schon Angst, das Feedback wird verheerend. Ha! Damit muss ich nur das ganze letzte Drittel überarbeiten. Zusätzlich zu der gewaltigen Baustelle im ersten Drittel. Kein Problem!
Dass Susanne vermutlich wie immer Recht hat, macht es auch nicht besser.
Immerhin amputieren wir hier an meinem Kopfbaby rum, und das schmerzt.

Wobei das Schräge daran ist, dass ich das Lob sowieso nie glauben kann. Und würde sie weniger kritisieren, dann wär ich total unzufrieden. Vielleicht bin ich so eine Art Schreibmasochistin? #weird

Naja. Wenn mir nochmal jemand damit kommt, dass es so schön einfach ist, Liebesromane zu schreiben, dann werd ich ??!##?!??`!!!# nett lächeln.

Ich brauch Nutella!
Gibts das eigentlich auch in Fässern?

Flattery will get you anywhere.

Gestern Nacht ist ein Mail von meiner Lektorin mit dem ersten Teil von FM3 eingetrudelt … Und sie schreibt:

Insgesamt finde ich deinen Text wirklich aufrichtig großartig. Sprachlich sind da wunderschöne Perlen dabei, die man einfach nur genießen kann. Emotional wechselst du von einer heimelig-idyllischen Leichtigkeit zur emotionalen Wucht einer Abrissbirne. Wirklich großes Kino.

Ist das nicht supernett? Ich weiß, warum sie meine Lektorin ist 😉 … sie baut mich auf, bevor sie mir all meine Fehler serviert. Autsch.
Jetzt hol ich mir eine Packung Nougatschoki und einen extragroßen Kaffee. Und dann mach ich mich dran, ihre Anmerkungen zu lesen … diesmal bin ich vorbereitet! Mir ist klar, dass mit großer Zielsicherheit meine Lieblingswörter rausfliegen werden. Meine Babies. Schluchz.

Irgendwann werde ich sie (und die Menschheit) davon überzeugen, dass so perfekte Wörter wie „filigran“ viel öfter verwendet werden sollten.