Nice one: Diebe und Vampire von Doris Dörrie

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Ich hab mein Bücherregal ein wenig aufgeräumt und abgestaubt… *hust*

Und dabei ist mir „Diebe und Vampire“ von Doris Dörrie in die Hand gefallen, das ich irgendwann letzten Sommer gelesen habe. Die Geschichte erzählt von einer jungen Möchtegern-Autorin, die im Urlaub eine Schriftstellerin kennenlernt. Sie himmelt die „Meisterin“ (wie sie sie nennt) an, sieht in ihr all das, was sie selbst gerne wäre. Am Ende des Urlaubs lädt die Meisterin sie ein, doch einmal zu ihr nach San Francisco zu kommen. Doch der Besuch verläuft anders als geplant, denn das Leben schlägt manchmal seltsame Haken.

Ich mochte das Buch – allerdings hab ich es wahrscheinlich auch genau zum richtigen Zeitpunkt gelesen. Das Buch ist eine nachdenkliche Geschichte über das Schreiben und das Leben als Autor, darüber, wie sich Phantasie und Realität dabei vermischen, und wie schwierig es ist, vom Schreiben zu leben. Das Leben als Kreativmensch ist purer Luxus – und nicht einfach.

#offtopic – ich hab noch niemals, niemals ein schlechtes Buch aus dem Diogenes Verlag gelesen. Aber möglicherweise bin ich voreingenommen, weil ein paar meiner Lieblingsautoren dort verlegt werden.

#superofftopic: zu diesem Buchcover passt Mr. Coles Lieblingsfrage: Warum haben eigentlich alle Verleger Roman als Vorname? Harrharr. 😉

 

Seiler und Speer

Wir befinden uns im Jahre 2015 2016 n.Chr. In ganz Europa stehen internationale Stars an der Spitze der Charts. In ganz Europa? Nein! Ein von unbeugsamen Misanthropen bevölkertes Ländchen hört lieber Seiler und Speer 😉

Charmant unglattgebügelt und mit Mut zur Zahnlücke läuft „Ham kummst“ (= Nach Hause kommst) von Seiler und Speer schon seit Oktober auf allen Sendern.
(Hier gibts übrigens eine Übersetzung ins Hochdeutsche.)

 

Auf dem Youtube-Kanal der beiden gibts die schmerzhaft lustige Miniserie „Horvarth´s Los“ zu sehen … was (auf niederösterreichisch) ein Wortspiel auf „arbeitslos“ (oabeitslos) ist. Horvarth ist der prototypischer Antiheld: Als arbeitsloser Alkoholiker ist er ein gefundenes Fressen für die Kamera und die bohrenden Fragen des Reporters, die ihn begleiten. Seine gescheiterte Existenz wird in der fiktionalen Reality-Show gnadenlos zum Amusement des Publikums ausgeschlachtet. Ein wirklich sehenswerter, kluger Kommentar auf unsere Zeit. (Allerdings sollte man eine gewissen Toleranz deftiger Sprache gegenüber mitbringen.)

Und für Autorinnen von Liebesromanen gibts dabei einiges zu lernen… nämlich was Frauen wirklich wollen! Unterscheidet sich ein klein wenig von dem gleichnamigen Film. 😉