Im Kino: the neon demon

Ich denke, ich muss Mr. Cole überzeugen, mit mir ins Kino zu gehen. Alleine kann ich mir Horrorfilme leider nicht ansehen, ich bin wirklich feig. Ich brauche jemanden, der mir sagt, wann ich nach viel-zu-gruseligen Szenen wieder die Augen öffnen und die Hände von den Ohren nehmen kann. Tadaaah: eine Aufgabe für Mr. Cole aka my knight in shining armor. 😉

Für den Film spricht, dass es ausnahmsweise mal ein Horrorfilm ist, bei dem alle Hauptrollen weiblich sind. Die Bildsprache wirkt einfach wunderbar hyperästhetisch, und ich schau mir Filme mitunter auch einfach nur wegen der großartigen Bilder an.
Gegen den Film sprechen viele  durchwachsene Kritiken. Und die Inhaltsangabe (voller Spoiler!) auf Wikipedia. Ich sag nur: Augäpfel. Urks.

Filmkritik: Zoomania 

Der Filmbösewicht (#nospoilers!) sagt am Ende des Filmes einen ziemlich klugen Satz: „Angst“, so meint er, „Angst funktioniert immer.“

Zoomania (den englischen Titel Zootopia find ich besser, weil das Wortspiel mit Utopia mehr über den Film aussagt), ist ganz im Ernst einer der besten Filme, die ich in letzter Zeit gesehen habe.

Er erzählt eine kluge Geschichte über die Probleme, mit der pluralistische Gesellschaften kämpfen. Darüber, dass es nicht reicht, vom Kopf her verstanden zu haben, dass Vorurteile falsch sind – und dass es oft auf der Gefühlsebene ganz anders aussieht. Welchen Einfluß die Medien haben, was das gesellschaftliche Bild für den Einzelnen bedeutet, und wie schnell die öffentliche Meinung kippen kann.

Grandioserweise funktioniert der Film auf zwei Ebenen – für Kinder und für Erwachsene – gleichermaßen gut, erklärt ein komplexes Thema ohne erhobenem Zeigefinger.

Er ist witzig, rasant erzählt, die Grafik ist umwerfend, die Dialoge toll geschrieben … und ich hatte bis knapp vor Ende keine Ahnung, wer der Bösewicht ist. Außerdem  kommen so tolle Filmzitate vor! Unbedingt ansehen, sonst habt ihr was verpasst. 🙂

Film: Oops, die Arche ist weg.

Vor kurzem waren Mr. Cole und ich mit dem besten-Kind-der-Welt im Kino. Eigentlich wollten wir ja „Pets“ sehen, allerdings war der leider nicht mehr im Programm. Dann also die Arche.

Im Trailer wird die Handlung ganz gut zusammengefasst: Die Sintflut kommt, und nicht alle Tiere dürfen mit. Nur jene, die auf Noahs Liste stehen, haben auch Platz auf der Arche. Überwacht wird das von einer Art Tierjury, á la Castingshow – nur dass statt Dieter Bohlen hier ein Löwe rumpöbelt.

Natürlich versuchen die Tiere ohne Platz mit Verkleidung auf die Arche zu kommen. Und dann geht was schief, und zwei Tierkinder bleiben alleine zurück. Und ab da folgt es dem „Kochrezept“: Fieslinge, die die Kinder fressen wollen. Ein Wettlauf gegen die Zeit – immerhin steigt ja das Wasser. Eine kleine Gruppe an sehr unterschiedlichen Tieren, die sich gemeinsam vorkämpfen und dabei Freunde werden.

Den „Todesfall“ am Ende hätte man denke ich auch aussparen können – vor allem, weil bei einem Kinderfilm ja auch kleinere Kinder im Publikum sind. Und natürlich kommt auch eine Moral mitgeliefert: Jeder hat seinen Platz, und dort machen seine Fähigkeiten plötzlich Sinn. Dass Noahs Team rund um den Löwen diese Information anscheinend von Anfang an hatte,  ist für mich keine zufriedenstellende Erklärung. Woher? Und warum nicht einfach sagen? Ist das nicht grausam?

Naja – insgesamt ein ganz netter Film, der meinem Sohn gefallen hat. Für Erwachsene wahrscheinlich ein wenig zu vorhersehbar, der Humor ein wenig zu einfach. Und leider von der Qualität der Animation her nicht mit amerikanischen Produktionen zu vergleichen. Allerdings hab ich im Internet auch recht gute Kritiken zum Film gelesen – also macht euch doch einfach selbst ein Bild. 🙂

#trailer … Magic Mike XXL

Channing Tatum, Matt Bomer & Joe Manganiello strippen … und das schon zum zweiten Mal, und ich hab noch nichtmal den ersten Teil gesehen! Der sehr gute Kritiken hat. So wie die Artikel im Playboy, hihi. Ich muss mich mal erkundigen, ob ich solche Filme als „Arbeitsaufwand“ (aka Inspriation für gewisse Szenen in meinen Büchern) von der Steuer absetzen kann. Jedenfalls fühle ich mich plötzlich sehr inspiriert 😉

#Film: Cinderella

wieder mal Regenwetter … also samt bester Freundin und Kindern auf ins Kino. Nachdem wir ja im Herzen große Romantikfans sind haben wir uns für Cinderella entschieden.


Zuerst das Gute: Cate Blanchett ist großartig. Wunderschön, eiskalt, bis zum unsympathischen Lachen hin einfach perfekt perfide und nachvollziehbar unglücklich als böse Stiefmutter.

Und das wars dann leider auch schon… der Rest war einfach: Nett. Irgendwie fehlte für mich der Zauber.

Cinderella (Lily James) war mir zu lieb, zu glatt, zu unglaubwürdig verzweifelt. Der Märchenprinz (Richard Madden) ein wenig zu plastikhaft, als wäre er gerade aus der Ken-Verpackung gekrochen und zum Leben erwacht. Das Ballkleid … zu viel CGI. Zuviel märchenhafte Bewegungen. Kein Stoff dieser Welt bewegt sich so. Und ich denke, man hätte auf die Schmetterlinge verzichten können: Das Kleid alleine hätte für sich gesprochen, die Schmetterlinge am Kragen waren einfach over the top. Ditto bei den Schuhen.

Leider hat mich auch Helena Bonham Carter als gute Fee nicht so richtig überzeugen können. Warum auch immer, aber irgendwie schien sie nicht ganz bei der Sache zu sein.

Um noch mit ein paar netten Dingen zu schließen: Das Setdesign war grandios. Ich will dieses Haus! 😉 … Die CGI-Mäuse waren supersüß. Die Szene, wie sich die Kutsche wieder in den Kürbis verwandelt: Toll gemacht, von den grünen Ranken als Rädern bis zu den plötzlich auftauchenden Kürbiskernen im Inneren. Die Kostüme von Cate Blanchett: überirdisch. Die Kamera: Sehr fein.

Schade, dass es bei all dem Guten nicht zu mehr gereicht hat. Die Zutaten für einen neuen Klassiker waren da, vielleicht hätte man nur bei der Besetzung von Cinderella und dem Prinzen einfach ein wenig mutiger sein müssen. Wer sich Cate Blanchett als böse Schwiegermutter aussucht, muss damit rechnen, dass sie einfach alle an die Wand spielt. Für mich jedenfalls war sie der Star des Films.

Neulich, im Kino: HOME

Nachdem ja Osterferien sind, haben wir am Wochenende einen kleinen Trip zum Kino unternommen, Unmengen Popcorn gekauft (natürlich nachdem wir Burger essen waren) und uns einen Familienfilm gegönnt.

Was soll ich sagen: Wir hätten jetzt gerne unseren eigenen Boov. Und dieses Auto!

Die Geschichte handelt von einem Mädchen, Tip, dass die Invasion der Boov per Zufall übersteht und sich dann auf die Suche nach ihrer Mutter macht, die von den Boovs in eine Art Menschencamp gebracht wurde. Mit dabei ist ihre Katze „Schwein“. Kurz darauf findet sie in dem Boov O einen Weggefährten: Der hat sich bei seinen Kollegen wieder mal unbeliebt gemacht, und jetzt sind sämtliche Boovs hinter ihm her. Was folgt, ist ein witziges Abenteuer, dass die beiden quer um die halbe Welt bis nach Australien führt. Dort kommt es dann zum Showdown mit den Gorks, den Erzfeinden der Boovs.

Wie hats uns gefallen?

Ein witziger Film, den man ohne Bedenken auch mit kleineren Kindern anschauen könnte … wenn er nicht in 3D wäre. Da Kinder ja unter 6 nicht in 3D Filme sollen, ist die Technik hier eine merkwürdige Wahl.

Geht es noch jemand so, dass er sich gerne aussuchen würde ob er den Film in 3D sieht? Für mich wiegt die 3D-Optik einfach die merkwürdige Unschärfe bei schnellen Kameraschwenks und Bewegungen nicht auf… Nach ein paar Minuten nimmt man den 3D Effekt im Film eh nicht mehr bewusst wahr, aber diese nervige Unschärfe bleibt. Und nervt.

Naja. Zum Film: Die Figuren sind liebevoll und detailreich gestaltet. Die Geschichte ist für Erwachsene jetzt nicht wirklich unvorhersehbar, aber auch nicht langweilig – einfach weil genug Details da sind, die witzig sind. Die Sprache der Boovs ist herzig. Au Schmerz! Und der klassische „Ich rette mal jetzt schnell die Welt mit meinen neuen Freunden“-Plot ist nicht neu, aber hier nett umgesetzt. Also alles in allem kein großes Kino, aber ein herziger Film, wenn man mit Kindern ins Kino will.