Familientraditionen

Viele Jahre lang haben meine Oma und mein Opa hier in diesem Garten gelebt, bevor er zu unserem Zuhause geworden ist. Meine Großeltern waren ganz wunderbare Menschen, und ich denke ziemlich oft an sie und an die Zeit, die ich als Kind hier verbracht habe – auch wenn mein Opa mittlerweile leider schon verstorben ist, und meine Oma mich durch ihre Demenzerkrankung nicht mehr erkennt.

Wenn ich im Frühjahr in die Gärtnerei fahre, und Blumen für die Blumenampeln im Baum kaufe, dann tu ich das immer mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Die Tamariske hat mein Opa gepflanzt. Und meine Oma hat damit angefangen, Blumenampeln in diesen Baum zu hängen.

Jetzt führen Köhlchen und ich diese Tradition fort, und ich erzähle ihm beim Blumen einsetzen von seinen Urgroßeltern und den Abenteuern, die ich als Kind in diesem Garten erlebt habe. Und ich denke daran, dass meine Oma eine der ersten war, die sich gerne meine Geschichten angehört hat, und die mich dazu ermutigt hat, zu schreiben. Sie wäre sicher stolz gewesen, wenn sie noch miterlebt hätte, wie viele Leser meine Bücher finden. 🙂

Nostalgie

Am Osterwochenende auf Omas Dachboden gefunden: Ein ziemlich verstaubtes Tric-o-tronic. Mr. Cole und ich waren gleich ganz nostalgisch, und Köhlchen hat die Aufregung nicht ganz verstanden.

Hattet ihr auch so ein kleines Ding als Kind? Aus heutiger Sicht verstehe ich nicht, wie die Eltern damals so ruhig bleiben konnte: Das Piepen lässt sich weder abdrehen noch in der Lautstärke regulieren. Bei zwei Kindern am Rücksitz muss das auf einer dreistündigen Urlaubsfahrt eine echte Herausforderung an den inneren Zenbuddhisten gewesen sein 😉