Welcome Home, Baby

Ich arbeite wieder an meinen Drachen, nachdem ich in letzter Zeit hauptsächlich fotografiert und den Buchstart von FM4 betreut habe. Wer von euch schreibt, der kennt das vielleicht: Pausen sind eigentlich das Schlimmste, was man dem Buch-im-Entstehen antun kann. Man verliert die Verbindung zu der Geschichte, den Figuren und muss dann mühsam quasi bergauf schreiben … bis man wieder „Reisegeschwindigkeit“ erreicht hat, und die Sache flutscht.

Deshalb hatte ich fast ein wenig Angst, mich wieder so richtig mit den Drachen zu beschäftigen. Denn bis auf ein paar Sätze hier und ein paar Sätze da hab ich in letzter Zeit kaum daran gearbeitet. Aber ich hab es gewagt – und es fühlt sich wie heimkommen an. Da sind all die Figuren, die ich so gerne mag … und diese Geschichte, in der ich mich so zu Hause fühle.

Schreiben ist nicht immer so – manchmal ist es auch richtig mühsam, und man fragt sich, was man da eigentlich tut. Aber dann gibt es auch Phasen wie diese hier: wo man weiß, dass man genau das Richtige macht. Und die Geschichte genau so ist, wie sie sein will.

Und dazu schreibe ich im Moment. 😉

 

 

 

Relating to a Psychopath

Ich wünsch euch einen schönen Samstag! Wir sind heute shoppen – da brauch ich eine Menge Musik, um die Menschenmassen zu überstehen. Allerdings sind Einkaufszentren auch ideal, um Menschen zu beobachten – wie sie sich verhalten, wie sie gestikulieren, was sie erzählen. Und um sich Geschichten über sie auszudenken. Leider bin ich dann manchmal so fasziniert, dass ich darauf vergesse mich halbwegs unauffällig zu verhalten. Zumindest bis Mr. Cole mich anrempelt.

Also falls ihr mal von einer Frau im Kaffeehaus interessiert angestarrt werdet – das bin dann eventuell ich, während ich mir überlege, was ihr wohl für düstere Geheimnisse verbergt. Und ob ihr einen Platz in einem Buch verdient habt. 😉

Jack White / That Black Bat Licorice

Auch auf der Drachenplaylist …

 
What?
Behave yourself
Behave yourself
You need to behave yourself, boy

Yeah, she’s built for speed like a black castrum doloris
Good for the needy, like Nietzsche, Freud and Horus
But I’m skin, flint, broke, making no money, making jokes
But baby, I won’t joke with you

My feet are burning like a Roman hypocaust
But the Romans are gone, they changed their name because they lost
She writes letters like a Jack Chick comic
Just a bunch of propaganda, make my fingers histrionic; like this, and this

I mean, she’s my baby
But she makes me get avuncular
And when my monkey is jumping
I got no time to make it up to her

I fantasize about the hospital
The army, asylum, confinement in prison
Any place where there’s a cot to clear my vision

I spit it out
Whatever’s in my mouth
Just like that Black Bat Licorice
Yeah, that Black Bat Licorice
That Black Bat Licorice
That Black Bat Licorice
Yeah

I wanna cut out my tongue and let you hold onto it for me
Cause without my skills to amplify my sounds it might get boring
I’ve got the wit of the staircase with atomic clock precision
And the phases of the moon directing all of my decisions like this

When I need to know, I play dumb like Columbo
And get my feelings hurt and move to NY like I’m Dumbo
Don’t you want to lose the part of the brain that has opinions?
To not even know what you are doing, or care about yourself or your species in the billions

Yeah, I have to spit it out
Oh, whatever’s in my mouth
I have to spit it out (behave your self)
Just like that Black Bat Licorice
That Black Bat Licorice
That Black Bat Licorice, I never liked it, I never will
Now state the same damn thing with the violin

Whatever you feed me
I feed you right back
But it will do no good

Durch den Indoorspielplatz nach Narnia

Nachdem die Reitstunden gestern dank Regenwetter ausgefallen sind, brauchten Köhlchen und ich eine neue Beschäftigung. Köhlchens Wunsch: Indoorspielplatz.

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Eigentlich sind Indoorspielplätze so eine Art Vorhölle für mich: viel zu laut, viel zu viele Menschen, viel zu viel von allem. Wenn ich allerdings mit Laptop, Kopfhörern und Playlist bewaffnet bin, verwandelt sich so ein Indoorspielplatz in einen Hafen der Ruhe, an dem ich perfekt arbeiten kann.

Köhlchen und seine Freundin flitzen mit strahlenden Gesichtern zwischen Trampolin und Hochseilgarten hin und her, und tauchen nur ab und zu mal bei mir auf, um etwas zu trinken. Oder ein Eis rauszuleiern.

Ansonsten: Ahhh. Ruhe. Ich schreibe total gerne mit Kopfhörern an Plätzen, wo auch andere Menschen sind – wie im Kaffeehaus. Es fühlt sich an, als würde sich eine Falltüre in der Realität öffnen. Oder ein Wandschrank 😉 … und mein persönliches Narnia wartet, ohne dass jemand rundherum etwas davon weiß.

Naja, die nette ältere Dame am Nebentisch hat mich ein paar Mal besorgt angesehen. Nur durch strategisches in-die-andere-Richtung-starren hab ich verhindert, dass sie zu mir rüberkommt. Wenn ich schreibe, dann kippe ich in die Szene rein – und es fühlt sich alles ziemlich real an. Was dann unter Umständen zu krampfhaftem Blinzeln und ich-hab-nur-was-im-Auge-rubbeln führt. Ich bin sicher, sie dachte, ich hab Liebeskummer und schreibe einen traurigen Brief oder so. 😉

Jedenfalls hab ich gestern meinen Rückstand wieder aufgeholt, und mein Wordcount liegt jetzt sogar über dem Wochenplan. Was eine gute Sache ist, denn dieses Wochenende steht neben Kuchenbacken, Shoppen und einer Familienfeier auch noch das Überarbeiten von FM3 auf dem Programm. Ich denke nicht, dass ich viel Zeit für meine Drachensachen haben werde.

 

Samson

Noch ein Lied von der Drachenplaylist – und einer meiner Lieblingssongs. Ich mag Regina Spektor für ihre Musik, ihre Texte und die Art, wie sie ihre Stimme einsetzt. Und ich habe eine große Schwäche für uralten Geschichten, die die Menschheit schon seit Jahrtausenden begleiten.

Wie unfassbar bewundernswert, wenn man sich wie Singer/Songwriter in Musik und Sprache ausdrücken kann, oder? Die Texte können viel kondensierter ausfallen, weil die Musik eine eigene Bedeutungsebene beisteuert.

Samson

You are my sweetest downfall
I loved you first, I loved you first
Beneath the sheets of paper lies my truth
I have to go, I have to go
Your hair was long when we first met

Samson went back to bed
Not much hair left on his head
He ate a slice of wonderbread and went right back to bed
And the history books forgot about us and the bible didn’t mention us
And the bible didn’t mention us, not even once

You are my sweetest downfall
I loved you first, I loved you first
Beneath the stars came fallin‘ on our heads
But they’re just old light, they’re just old light
Your hair was long when we first met

Samson came to my bed
Told me that my hair was red
Told me I was beautiful and came into my bed
Oh I cut his hair myself one night
A pair of dull scissors in the yellow light
And he told me that I’d done alright
And kissed me ‚til the mornin‘ light, the mornin‘ light
And he kissed me ‚til the mornin‘ light

Samson went back to bed
Not much hair left on his head
He ate a slice of wonderbread and went right back to bed
Oh, we couldn’t bring the columns down
Yeah we couldn’t destroy a single one
And history books forgot about us
And the bible didn’t mention us, not even once

You are my sweetest downfall
I loved you first