#Autorenwahnsinn, Tag 19: Reisebilder

Tag 19: Gibt es einen Bücherblog, den du besonders gerne besuchst?

Ich mag Tirilus Blog total gerne, Steffis Kunterbuntes Tagebuch, Simon Segurs Blog, Aequitasetveritas, einebuecherwelt, Annas liveyourlifewithbooks, Mel von bookrecession, Melli von Lesezauber und die zauberhaftebücherwelten .. sicher vergesse ich gerade einige. Mein Problem ist, dass ich total gerne in Blogs stöbere, aber leider nur wenig Zeit dafür finde. Hmpf.

#Autorenwahnsinn, Tag 18: Vanity Fair

Tag 18: Heute wollen wir ein Zitat aus deinem ersten Manuskript lesen!

Aus Finley Meadows 1 / Küss mich im Sommerregen

»Lass mich raten, Hortenisa: Diät, wieder einmal, oder?« Reenie öffnete den seitlichen Reißverschluss und schälte sich aus dem Kleid. »Was immer ich auch tue, nie ist es genug. Meine Figur, meine Haare, mein Make-up, meine Nägel, mein Auftreten – nichts reicht jemals an die Standards des Hauses Demarchelier heran.« Sie zog ihre gemütlichen Jeans über ihre mangelhaften Hüften und zerrte sich dann das Shirt über den Kopf.
»Ich habe genug, Hortensia. Ich kann nicht mehr. In mir ist nichts mehr übrig, kein Fünkchen Energie, nichts mehr, das ich noch mobilisieren könnte. Ich fühle mich taub. Ausgebrannt.« Ihre Stimme zitterte und ihre Lippen waren mit einem Mal salzig von ihren Tränen. Sie war wütend auf sich selbst. Seit wann war sie so eine Heulsuse?
»Wenn Lucien es wünscht, werde ich zu diesem Empfang gehen. Und zum nächsten. Und zum übernächsten. Aber ich werde keine Diät mehr machen. Also müsst ihr das Kleid wohl ändern. Oder ich gehe einfach in Jogginghosen hin. Wir können ja sagen, dass ich gerade aus der Reha komme.«
Madame Inés machte einen Schritt zurück, als hätte Reenie ihr eine schallende Ohrfeige versetzt. Vermutlich gab es für sie nichts Grauenhafteres als Jogginghosen.
»Und jetzt gehe ich nach Hause und esse eine große Portion Schokoladeneis. Mit Schokosauce.«
Ihr alten, verknöcherten Spinatwachteln.

 

#Autorenwahnsinn, Tag 17: Ein Sommernachtstraum

Tag 17: Was war dein bisher bestes Erlebnis im Zusammenhang mit dem Schreiben?

Schreiben an und für sich – dieses Gefühl, wenn man in seine eigene Geschichte fällt und staunend den Figuren dabei zusieht, wie sie ein Eigenleben entwickeln. Dann natürlich dieses kribbelige Gefühl, wenn das Buch erscheint und man alle 5 Minuten auf Amazon schaut, ob es denn schon eine Bewertung gibt?

Außerdem all die unglaublich nette Mails, Kommentare und Rezensionen, die ich bekomme habe. Dass meine Bücher so viele Leserinnen finden…  Alles zusammen ist einfach großartig und macht mich sehr dankbar.

#Autorenwahnsinn, Tag 16: Sense and Sensibility

Tag 16: Notizbücher! Zeig uns ein Bild deiner Schätze.

Ich bin ein großer Fan von Leuchtturm-Notizbüchern und dem Bullet Journal-System. Meine Notizbücher sind gefüllt mit Plotideen, Zitaten, To-Do-Listen. Ich sammle dort auch schöne Namen, Urlaubsideen, Bücher, die ich lesen will, Inspirationen für Geschenke und alles andere, was mir so begegnet. Manchmal (viel zu selten) verwende ich sie zum Kalligraphieren/Lettering. Dementsprechend sind meine Notizbücher an manchen Stellen hübsch und an anderen mehr als chaotisch … sie sind eben Werkzeug und Ausdrucksmittel gleichzeitig.

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#Autorenwahnsinn, Tag 12: Wahlverwandschaften

Tag 12: Zeig uns ein Zitat aus deinem letzten Manuskript.

Wird gemacht. Damit ist der heutige Beitrag vermutlich eher was für Mädels. 😉😘

Aus Finley Meadows 4 / Küss mich lieber nicht

Cara pflasterte ein mühsames Lächeln auf ihr Gesicht und zog die Tür auf. Ein paar blitzblaue Augen, ein umwerfendes Lächeln und braunes, strubbeliges Haar: Mr. Perfekt, ihr Nachbar. Der hatte ihr gerade noch gefehlt.

Ihr Magen vollführte einen absolut unnötigen kleinen Purzelbaum – wie immer, wenn sie ihn sah. Das letzte Anzeichen, dass sie in dieser Hinsicht noch nicht ganz tot war. Schon allein dafür ging er ihr auf die Nerven, denn diese Erinnerung war nichts, auf das sie gesteigerten Wert legte.

„Hi“, sagte er und sein Lächeln kribbelte noch ein wenig tiefer in ihr.

„Hi“, brummte sie.

„Ich wollte gerade Frühstück machen, und da hab ich festgestellt, dass ich keine Eier habe …“

Cara hätte beinahe aufgelacht. Sam von nebenan hatte keine Eier. Na dann. Das wurde ja möglicherweise doch noch interessant. Sie überlegte, was sie jetzt sagen sollte – aber alles schien ihr mit einem Mal so anzüglich.

Max rettete sie. Kreischend lief er hinter ihr durch den Flur. Als er Sam sah, bremste er. Es war nämlich so, dass ihr Nachbar das Herz des Jungen erobert hatte, ohne es zu wissen. Max schwärmte für ihn, weil er einen Sportwagen hatte. Ein Tablet. Und einen Pool.

Noch ein Punkt mehr, warum Sam Cara nervte. Seine offensichtliche Fähigkeit, die Zuneigung der Menschen quasi im Vorübergehen zu gewinnen, fand sie höchst irritierend.

Max hingegen starrte Sam ehrfurchtsvoll an.

Dieser zwinkerte ihm zu und wandte sich wieder an Cara. „Wegen der Eier … Ich habe sozusagen einen Notfall.“

Caras Blick wanderte an ihm vorbei zu seinem Haus. In der Einfahrt parkte ein fremdes Mercedes Cabrio.

Aha. Vermutlich war der Notfall blond, teuer in der Erhaltung und nach den akrobatischen Einlagen der letzten Nacht völlig ausgehungert. Eine Sekunde lang blitzten Bilder in Caras Kopf auf, wie es wohl wäre …

Ergeben tat sie einen Schritt zurück. „Ich bin mir sicher, dass ich Eier habe“, murmelte sie missmutig. „Irgendjemand muss ja Eier haben, nicht wahr?“