Montagsfrage: Was muss ein Buch haben, um für dich als Lese-Highlight zu gelten?

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Montagsfrage: Was muss ein Buch haben, um für dich als Lese-Highlight zu gelten?

Uh, das ist eine gute Frage. Echte Lesehighlights sind selten. Dazu muss mich die Geschichte so sehr mitreissen, dass ich auf die Zeit, Essen, Arbeit und den Rest der Welt vergesse. Die Helden müssen sympathisch sein, ihre Entwicklung und Motivation glaubhaft. Vor allem bei Liebesgeschichten! Optimalerweise hat der Autor/die Autorin das Ganze noch mit feiner Ironie oder wahlweise bösem Humor abgeschmeckt.

Und schließlich muss es sprachlich so schön sein, dass ich mich am liebsten in die Sätze einwickeln würde. Großartige Bücher tragen wie jedes große Kunstwerk diesen Funken in sich, der genau diese Geschichte auf eine elementare Art richtig macht. Wo man weiß – das musste einfach so sein, die Geschichte wollte aus sich heraus genau so werden.

 

Serienmittwoch

Heute lautet die Frage von Aequitas et Veritas

Mit welcher Serienfigur würdest du gerne mal tauschen (und wieso)?

Aaaalso. Immer vorausgesetzt, ich kann wieder zurück, so nach zwei Wochen Urlaub…

Ganz sicher mit einer der Töchter aus Downton Abbey. Ich würde gerne wissen, wie sich Leben anfühlt, dass so voll von Müßiggang, Restriktionen, schönen Kleider und britischen Umgangsformen ist. Und ich hätte wirklich gerne Maggie Smith als Großmutter.

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Dann würde ich gerne Mr. Cumberbatch als weibliche Watson durch die Straßen Londons begleiten. Obwohl ich denke, dass sein Akzent mich etwas von den Fällen ablenken würde.

Wenn deswegen das mit der Karriere auf der Seite der Verbrecherjäger nicht klappt … dann würde ich mich als Dritte im Team von Neal und Mozzie in White Collar ganz gut machen, finde ich.

Außerdem würde ich mit Rory Gilmore tauschen: Bücher, Bücher, Bücher … und eine Mum wie Lorelai.

Und das Beste zum Schluß: Ich würde jederzeit mit Elizabeth in der 1995er BBC Pride and Prejudice Verfilmung tauschen. Und eventuell mal in den Teich hüpfen … um Colin Firth zu retten. Selbstlos, ich weiß. So bin ich.

 

Erkenntnisse zum Tag

  1. Manchmal macht einen die Arbeit blind für die Arbeit. Ich sitze ja seit Sonntag (mit Unterbrechungen…) an den letzten Änderungen im Buch, bevor ich es dann ins Korrektorat schicke. Und während ich so vor mich überlegt habe, ob es dieses „sagte er“ und jenen Beistrich noch braucht, da war ein Teil meines Gehirns mit der Entstehung des Buches beschäftigt. Wie anstrengend es zu schreiben war. Und auf einmal war mir klar – ich hab wieder dieses Gefühl, dass schlußendlich alles an dieser Geschichte eingerastet ist, dass jedes Puzzleteilchen seinen Platz gefunden hat. Es gibt Teile, die saugen mich rein. Es gibt Teile, die bringen mich zum schniefen. (Bin aber auch wirklich nah am Wasser gebaut und muss selbst bei Kinderfilmen heulen). Ich war nur so daran gewöhnt, dass ich noch nicht zufrieden bin … dass ich nicht bemerkt hab, dass die Geschichte mittlerweile über diesen Punkt hinausgewachsen ist. Phew.
  2. Bio-Apfelmus direkt aus dem Glas gelöffelt ist gesund und moralisch sicher zu bevorzugen, aber schlußendlich doch kein Ersatz für Nutella direkt aus dem Glas. Vor allem, wenn frau gerade Buch überarbeitet.
  3. Die Kommentare meiner Lektorinnen hätten eigentlich ein eigenes Buch verdient. Von Sorgen über den Beckenboden meiner Protagonistin bis hin zu Todesdrohungen an Adverbien ist alles dabei. 😉
  4. George Lucas steht auf meiner S***-List! … Ich bin sicher, das beschert ihm schlaflose Nächte. Dank ihm ist ein sehr relevanter, schwierig anders zu formulierender Satz komplett verbrannte Erde. Gnagnagna.

Übers Schreiben bloggen, Teil 1.

Die Fragen hab ich irgendwo im Internet gefunden… ich dachte, das passt zu meiner „Für Autoren“ Abteilung. 😉

  1. Welches ist Ihr Lieblingsprojekt (Lieblingswelt), an dem Sie gearbeitet haben und warum?
    Die Fantasy-Serie, an der ich gerade arbeite.
  2. Wie viele Charaktere haben Sie bereits erfunden? Schreiben Sie lieber aus weiblicher oder männlicher Sicht?
    Wie viele? Keine Ahnung. Das ist ja nach einem Buch schon eine Menge … und ich hab ziemlich viele halbfertige Bücher, abgebrochener Bücher, Plotideen und Charakterstudien auf meiner Festplatte. Ich schreibe beides gerne, wobei die männliche Sicht natürlich nur ein educated guess ist.
  3. Wie finden Sie zu den richtigen Namen für Ihre Charaktere (und für fiktive Orte)?
    Ich hab in meinem Bullet Journal eine Seite, auf der ich gute Namen sammle. Meist ist es aber spontane Eingebung im Halbschlaf oder unter der Dusche. Bevor ich einen Namen verwende, lese ich immer nach, was er bedeutet. Ich will, dass die Namen gut klingen und Sinn in der Geschichte machen.
  4. Erzählen Sie etwas zu Ihrer ersten erfundenen Geschichte/ zu ihrer ersten erfundenen Figur?
    Die erste erfundene Geschichte war vermutlich irgendwann im Kindergarten … ich weiß nicht mehr. Das erst Buch hab ich in der Grundschule zu schreiben begonnen. Und meine beste Freundin E. erinnert sich noch an eine Geschichte, die ich so mit 11 geschrieben habe – das Teufelshaus. Ich weiß leider nicht mehr worum es da ging.
  5. Wie alt ist Ihre jüngste Figur? Wie alt ist Ihre älteste Figur? Welche sind Ihre jüngsten/ ältesten Figuren in Bezug auf deren Erschaffungszeitpunkt?
    In der Finley Meadows-Reihe ist Lenny der Jüngste mit 5, Hortensia die Älteste. Ihr Alter wird nicht verraten, sie ist ja eine Dame. Aber jenseits der Siebzig. Bei den Drachen wirds dann etwas flexibler, was die Lebensdauer angeht.
  6. Wo schreiben Sie am liebsten und zu welcher Tageszeit ist Ihre beste Schreibzeit? Benutzen Sie den Computer oder Stift und Papier?
    Am liebsten im Kaffeehaus, mit Kopfhörern. Am Laptop. Uhrzeit egal. Wichtig: Kein Internet. Sonst lese ich mich fest und schwupp … ist eine Stunde vorbei.
  7. Hören Sie während der Schreibarbeit Musik? Wenn ja, welche Art von Musik? Gibt es Songs, die Sie mit Ihrer Figur verbinden, die Sie an sie erinnern?
    Manchmal. Wenn ich eine bestimmte Stimmung brauche und mich ganz anders fühle … dann verwende ich Musik als Werkzeug. Oft nervt sie mich aber schnell und ich drehe sie wieder ab. Die Kopfhörer lasse ich dann trotzdem auf, die blenden die Umwelt aus. Sogar wenn ich alleine daheim bin.
  8. Welches Genre bevorzugen Sie beim Schreiben/ beim Lesen?
    Als Leserin mag ich langsame, literarische Romane. Liebesromane. Urban Fantasy. Biographien. Historische Romane. Auch gut geschriebene Sachbücher. Beim Schreiben … Liebesromane & Fantasy. Ich hab zwar auch öfter mal Ideen für Horror, Thriller und so. Aber ich fürchte, das Schreiben würde mich emotional überfordern. Da ich mit meinen Protagonisten mitfühle und mitleide, wäre mir das too much. Und irgendwie ist die Welt auch schon schlimm genug, ich will mit meinen Büchern lieber etwas halbwegs positives beisteuern. Außerdem mag ich es, wenn Bücher gut oder zumindest bittersüß enden. Das ist bei richtig fiesen Büchern schwierig, weil unglaubwürdig.
  9. Wie kommen Sie zu Ihren Figuren? Beschreiben Sie den Schaffungsprozess der Charakterfindung.
    Das kristallisiert langsam aus, bis die Struktur fertig ist. Zuerst hab ich eine Idee, und über die Wochen wird mir immer mehr zu den Figuren klar. Oft verändert sie sich die Geschichte stark, bis der Roman schließlich fertig ist – zum Leidwesen von Mr. Cole, der bei den verschiedenen Versionen manchmal den Überblick verliert. 😉
  10. Über welchen Ihrer Charaktere schreiben Sie am liebsten? Über welchen Ihrer Charaktere schreiben Sie ungern?
    Ich liebe Hortensia. Sie ist eine grandiose Diva, eine grauenhafte Schwiegermutter, hat ein Talent für das Spinnen von Verschwörungen und niemals ein simples Motiv.
    Ich mag eigentlich alle meine Figuren, auch die nervigen. Dementsprechend schreibe ich eigentlich alle gerne.
  11. Schreiben Sie lieber über fiktive oder reale Kulturen/ Menschen?
    Fiktive, auch wenn das Worldbuilding viel Arbeit ist. Die lästige Realität wird ohnehin total überschätzt, das muss man nicht auch noch fördern. 😉
  12. Erstellen Sie Landkarten? Wenn ja, können Sie eine zeigen?
    Nein – aber wenn ich mit einer realen Gegend arbeite, dann checke ich Entfernungen und ähnliches auf Google Maps.

Hier gehts zu Teil 2.