Tage wie diese

Die letzten Tage waren so arbeitsintensiv – am Wochenende geht „Küss mich einfach immer weiter“ an meine Lektorin. Ich habe den Kopf kaum jemals aus meinem Text bekommen. Ich träume sogar schon von meinen Figuren, denke fast die ganze Zeit darüber nach … lese den Text, ändere Sachen – bis ich das Gefühl habe, dass alles einrastet.

Eigentlich sollte ich nach dem Mail an meine Lektorin Urlaub machen. Ich bin so richtig erschöpft.

Aber – gleichzeitig heißt es, dass ich endlich mit meinem neuen Projekt beginnen kann. Auf das ich schon seit Monaten hinfiebere. Das in meinem Kopf immer umfangreicher wird, immer mehr Details bekommt.

Ein wenig fühlt es sich an, als würde ich mich wehmütig aus einer alten Beziehung lösen, während ich schon in jemand anderen verliebt bin. Macht das Sinn?

Für mein nächstes Projekt hab ich sogar schon den Song gefunden, der das Gefühl des Buches perfekt verkörpert. Dass der Text auch noch Sinn im Kontext meiner Idee macht, ist ein Bonus.

Ich schreibe zwar meist bei Stille, verwende Musik aber oft, um mich ohne Umweg in die Stimmung zu bringen, die ich für die Geschichte brauche. Ich weiß, der Song ist schon älter… aber Musik hat ja – wie Bücher – ebenfalls kein Ablaufdatum 😉

(mit lyrics … aber ihr verpasst nicht viel, das Originalvideo ist nicht so richtig toll)

Eine flotte Melodie…

Das hier hab ich heute beim Einkaufen entdeckt – und es ist viel zu großartig, um es nicht mit euch zu teilen!

Zu diesem Meisterwerk der Mode fallen mir so ungalublich viele Dinge gleichzeitig ein. Erstens: Wie hat man das Model dazu gebracht, sich so fotografieren zu lassen? Haben die sein erstgeborenes Kind entführt? Angedroht, seine Katze zu Hundefutter zu verarbeiten? Ich weigere mich zu glauben, dass jemand so etwas ausschließlich für Geld macht.

Zweites: Wer denkt sich solche Produkte aus? Umfragen können es wohl eher nicht gewesen sein… Sitzen da also zwei frisch geschiedene, mittelalterliche Marketingmanager des Abends in der Bar beim 5ten Tequila, und überlegen sich, was sich Frauen wirklich wünschen … und das ist dann die Antwort?

Und hat das nicht unglaubliches Peinlichkeits-Potential im Alltag? Wenn ich im Bus sitze, und aus dem Schritt des Mannes neben mir erklingt eine fröhliche Weihnachtsmelodie – dann würde ich das sehr anregend finden. Zum Weglaufen. Oder ist das als musikalische Untermalung der Mauerer- und Handwerker-Dekolletés während der Arbeit gedacht?

Und bitte, bitte sagt jetzt nicht, dass das zur Belebung des Ehelebens gedacht ist. Möglicherweise in Kombination mit dem Satz: „Frohe Weihnachten, Schatz. Du darfst dein Geschenk jetzt auspacken?“ … Ich denke, ich würde keuchend vom Bett fallen. Vor lauter Lachen.

Und schließlich – was macht der geneigte Musikafficionado im Rest des Jahrs? Gibt es eine Neuauflage? Kommt dann Vogelgezwitscher aus der Hose? Oder die Bundeshymne?

So viele Fragen. So wenig Antworten. Seufz.

 

4 Fragen aus der Mottenkiste

Heute hab ich mir wieder mal ein paar ältere „4 Fragen“ ausgesucht … wie immer von Sunny. Vielen Dank für die Fragen!

  1. In welchem Bereich bist du ein wandelndes Lexikon? Oder anders ausgedrückt, wo macht dir so leicht niemand was vor?
    Mhm, ich denke beim Fotografieren, und wahrscheinlich auch beim Kochen. Da ich aber beides für meinen Zweithauptberuf brauche, ist das jetzt nicht wirklich verwundernswert 😉
  2. Hast du ein Haustier, wenn ja, warum genau dieses? Wenn nein, warum nicht?
    Natürlich! Unser Kater heißt Bastian Balthasar Bux (nach dem Helden der unendlichen Geschichte), und ohne ihn mag ich mir unser Haus gar nicht vorstellen. Er ist eine kleine Scharchnase und liegt den meisten Tag irgendwo rum … und denkt intensiv nach. Wenn ich mich mit dem Laptop auf die Couch setze, kommt er angetrippelt. Wobei er eigentlich eher stampft. Ehrlich, wie kann so ein leichtes Tier so trampelig gehen? Aber egal. Er springt dann auf die Couch, schaut mich vorwurfsvoll an und wartet darauf, dass ich ihm die Decke neben mir glattstreiche. Sonst kann er da mit seinem vornehmen Katzenpopo unmöglich drauf Platz nehmen. Dann liegt er neben mir und hilft mir beim Schreiben. Durch intensives Nachdenken. Und Schnurren.
  3. Der Lenz ist da und erfreut uns mit wunderbaren Blumen und Blüten. Mit einem Strauß welcher Blume(n) mache ich dir die größte Freude?
    Nunja, der Lenz ist schon lang wieder weg … Aber meine Lieblingsblumen sind Ranunkeln, Tulpen, türkischer Mohn, Flieder, Pfingsrosen und Zierknoblauch.
  4. Beschreibe deine Wohnung in fünfzehn Worten (Eigenschaften oder in Sätzen, das stelle ich dir frei)
    Modern, puristisch, minimalistisch, hell, … gewürzt mit Spielsachen, ein wenig Sandkistensand an den unmöglichsten Orten und ein paar Katzenhaaren am Sofa.(Das waren jetzt übrigens 21 Wörter. Sich kurz zu fassen ist nicht meine Stärke 😉

Du darfst ruhig Sie zu mir sagen

http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/43777/Auf-Du-und-Du

Also, das ist ja eine lustige Diskussion. Na klar sag ich zu den Freunden meines Sohnes Du. Wär ja auch merkwürdig einen Grundschüler zu siezen. Und die Kinder sagen zu mir: Du. Ich bin bis jetzt noch gar nicht auf die Idee gekommen, mich von Kindern siezen zu lassen. Egal ob ich sie jetzt kenne oder nicht. Aber stimmt – früher war das so. Als ich noch ein Kind war, wäre es mir nicht eingefallen, die Eltern meiner Freunde zu duzen. Wie ist das bei euch?

Frag-doch-mal-das-Internet & eine arme Mama

Wir sind ja stolze Katzen“besitzer“ … Herr Bastian Baltasar Bux ist unser persönlicher Lieblings-Pelz-Popo. Und mein Co-Autor.

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Außerdem kommen uns noch einige Katzen besuchen… zwei von den Gastkatzen sind noch klein und für jeden Blödsinn zu haben. Klettern auf den Baum, springen in die Blumenampel und purzeln wieder runter. Was unseren hauseigenen Mini-Wissenschaftler zur Fragen brachte, wie das funktioniert: Warum landen Katzen immer auf ihren Pfoten?

Gott-sei-dank gibts das Internet. Und youtube. Wirklich sehenswert!

Nach dem Video waren auf Köhlchens Stirn ein paar tiefe Falten. Das bedeutet meistens: Mehr Fragen!

Ich: Was gibts? Noch Fragen zu den Katzen?
Köhlchen: Nein, Mama. Aber hats echt kein Internet gegeben, als du ein Kind warst?
Ich: Nein.
Köhlchen: Und kein Ipad?
Ich: Nö.
Köhlchen: Und kein Handy?
Ich: Uh-Uh.
Köhlchen, mitfühlend: Oh, wir schrecklich. Arme Mama!

Ich weiß! Ich musste auch barfuß im Winter zur Schule laufen. Kilometerweit. Durch den Schnee. Autos gabs ja noch nicht. Gottseidank hat der Dinosauerier meine Schultasche getragen. 😉

Guter Tag

Ich bin ja eine Minimalistin im Herzen – ich versuche mein Leben so einfach wie möglich zu gestalten, um für die wichtigen Dinge mehr Zeit zu haben. In den letzten Tagen war aber so viel Kram zu erledigen, dass ich gefühlt meiner Zeit immer hinterher war.

Kaum war ein Artikel von  meiner Wunderlist verschwunden, hatten sich 2 neue draufgemogelt. Dinge, die normalerweise reibungslos laufen, wurden plötzlich zu riesigen Projekten. Statt einfach nur Winterreifen aufs Auto zu montieren, hat mir der Mechaniker mitgeteilt, dass Reparaturen anstehen, die den Wert meines netten, alten Golfs deutlich übersteigen. Argh! Damit wurde aus einem „Ich hab mal einen halben Tag kein Auto“ dann doch eine richtige Aufgabe … kleines, gebrauchtes Auto suchen, prüfen, kaufen, anmelden, altes Auto abmelden, verkaufen. Ächz.

Aber es gibt auch positive Nachrichten – mit Teil 3 der Finley Meadows-Serie gehts voran! Nachdem ich ein paar große berufliche Projekte abgeschlossen habe, kann ich mich endlich wieder mehr dem Schreiben widmen. Ich hab einen Teil des Buches schon zu meinen Testleserinnen geschickt und super Feedback erhalten.

Ein paar Plotlinien haben mir Schwierigkeiten bereitet – da hat mich meine nette Lektorin (die Textehexe) unterstützt. „Küss mich einfach immer weiter“ erzählt ja die Geschichte von Adele und Rouven, und schließt zeitlich direkt an Teil 1 an. Manchmal ist es gar nicht so einfach, sich in den Kopf einer Frau zu versetzten, die doch schon ein paar Jahre älter ist als man selbst.

Ich kann ja nur von meinen bisherigen Erfahrungen mit dem Älter werden schließen. Und die sind eigentlich positiv: Mit Mitte 30 bin ich viel gelassener, als ich es noch mit 20 war. Wenn das so weitergeht, bin ich in Adeles Alter tiefenentspannt 😉

Wie ist das bei euch? Könnt ihr euch in die Gefühlswelt älterer Menschen reinversetzen? Denkt ihr, dass sich mit dem Alter was verändert? Stellt ihr da einen Unterschied fest? Das ist übrigens keine reine Neugier, sondern Recherche 😉

Tipps für Autoren

Im Netz gefunden: 100 Schreibtipps… sehr amüsant. Und teilweise leider viel zu wahr. Wie zB Nr. 76: Schreibe an einem Computer ohne Internetverbindung. (Zadie Smith)

Oh ja! Wenn ich weiterkommen will, dann arbeite ich am besten in einem Kaffeehaus ohne WLAN, mit Kopfhörern. Kein Internet, kein Haushalt, keine Katze die gefüttert werden will, kein bestes-Kind-der-Welt, das jetzt dringend und sofort Hilfe bei der Hausübung/ein Buch über dunkle Materie aus der Bücherei/eine Jause/eine Partie Uno/ein Pflaster/ oder ähnliches braucht. Und der Kaffee kommt wie durch Zauberhand an den Tisch! Ich liebe Kaffeehäuser. Aber ich bin ja auch Wienerin. Muss wohl genetisch sein.

m.welt.de/kultur/literarischewelt/article147573527/100-Tipps-die-dich-zum-Schriftsteller-machen.html

Blogger Recognition Award

Die liebe Corly hat mich getagged 🙂 Und wie immer dauert es bei mir ewig, bis ich dann auch mal reagiere. Das liegt entweder daran, dass ich wirklich langsam denke – oder daran, dass ich mich freue, es auf morgen verschiebe, es auf morgen verschiebe, es auf morgen verschiebe … und dann vergesse. Und irgendwann fällts mir dann wieder ein. Und je nach aktuellem Arbeitsaufkommen geht das Spiel von vorne los. Oder ich setz mich dran. So wie heute. Danke fürs taggen, Corly 🙂

Bevor wir loslegen: Wieso schreibt man getagged eigentlich mit doppel-g? „tag“ hat doch auch nur eines? Kann mir da jemand weiterhelfen? 🙂

So, los gehts:

Die Regeln:

Bedanke dich für die Nominierung, beschreibe deinen Weg zum Blogger und gib neuen Blogger ein paar (hilfreiche) Tipps!

nominiere 15 Blogger!

lasst die Nominierten wissen, dass sie gataggt wurden.

verlinke HarperMona’s ursprünglichen Post (damit jeder das Original sehen kann und damit nichts verfälscht wird)!

Ich bin mir ehrlich nicht sicher, wie interessant das hier ist … also falls ihr in einer Stunde wieder aufwacht und einen Abdruck der Tastatur im Gesicht habt … dann liegt das an der mitreißend-erzählerischen Kraft meiner Worte. Oder so 😉

Ich habe ursprünglich zu bloggen begonnen, weil ich über meine Arbeit als Fotografin erzählen wollte. Dazu gibts zwei Blogs, einer ist im Moment nicht aktiv. Der andere im Wachkoma 😉 … Dort poste ich ab und zu über meine Arbeit, aktuelle Projekte. Meine Fotografen-Website ist mit diesem Blog verbunden.

Als ich mit dem Schreiben von „Küss mich im Sommerregen“ fast fertig war, dachte ich: ich starte da mal einen Blog. Irgendwie wars motivierend für mich, über die Entstehung des Buches zu schreiben.

Über Bücher anderer Autoren blogge ich eigentlich kaum – irgendwie kommts mir falsch vor, die Arbeit anderer Autoren zu bewerten. Bei Kritik hat das immer was von Futterneid, und so richtig objektiv ist man als selber schreibender Mensch wohl kaum. Daher blogge ich eigentlich nur über Bücher, die mich begeistert haben. Und auch da hab ich Hemmungen. Vielleicht ändert sich das aber noch.

Ansonsten find ichs einfach witzig. Dieser Blog hier ist viel persönlicher als mein Fotografinnen-Blog, es kommen mehr Geschichten aus meinem Leben vor. Ich mag das. Bei meinem Fotografinnenblog ist das genau anders herum: Dort kommen ja auch potentielle Auftraggeber hin, und da kommen mir allzu persönliche Geschichten unpassend vor.

Plan hab ich für den Blog keinen – ich weiß selten, was mein nächster Post sein wird. Je nachdem wie viel Zeit ich habe, poste ich was mir grad so einfällt. Das gleiche gilt auch fürs Lesen anderer Blogs: Das tu ich total gern, aber ich komme leider nicht immer dazu.

So, ist noch jemand munter? Halloooo? Irgendwo? 😉

Ich tagge hiermit dich: Du hast bis hier unten durchgehalten. Du bist ein Held!

Argh. Grr. Mhm.

Ähnlich artikuliert wie die Überschrift fühle ich mich im Moment, wenns um mein aktuelles Schreibprojekt geht. Irgendwie sitzt alles quer, nichts ist so richtig stimmig … auch nicht ganz falsch, aber das macht es vielleicht noch schlimmer. Nächste Woche krieg ich ein wenig Hilfe von meiner netten Lektorin. Ich hoffe, dann löst sich der Knoten … oder ich werfe dieses Buch demnächst aus dem Fenster.

Warum bin ich nochmal auf die Idee gekommen, dass ich Schreiben will? Grr.