Now you see me 

 

Vor kurzem stand Mr. Cole und mir – beide grippig und krank – der Sinn nach etwas Nettem, Leichten, Unterhaltsamen. Und auf Amazon Prime gabs grad „Now you see me“ (dt. Titel „die Unfassbaren“) … Und da dachten wir: Morgan Freeman und Woody Harrelson spielen mit, also wirds schon gut sein.

Der Film ist so eine Art David-Copperfield goes Con-Man und versucht ein The-Sixth-Sense-Ende, dass dann irgendwie nicht so ganz klappt.

Die Kameraführung, die Kostüme, das Licht, die Farben – alles bombastischer Hollywood-Glitter. Und Morgan Freeman ist einfach Morgan Freeman. Selbst wenn er aus dem Telefonbuch vorlesen würde, fänd ichs noch großartig. Die etwas zerknautschte Performance von Mark Ruffalo erinnerte mich irgendwie an Columbo, und den mag ich einfach.

Die Tricks waren mir oft einen Tick zu unrealistisch. Was bitte sind das für merkwürdig fliegende Tücher? Und das Ende: Najaaaa. Warum sollte das „Mastermind“ sich noch zu erkennen geben? Und warum dieses Risiko? Und diese Sache mit dem Auge – das hätts gar nicht gebraucht. Und warum hat das Logo der „4 Horseman“ 3 Säulen? Und warum macht das Mastermind für sich selbst den ganzen Film über die Sache unnötig schwer? Und… irgendwie kann ich meine Kritikpunkte nicht schreiben, ohne das Ende zu spoilern.

Also insgesamt: nett für einen Abend auf der Couch, mit Popcorn und jemandem, mit dem man gemeinsam Filmfehler suchen kann.

So, und jetzt noch ein sehenswerter #spoileralarm:

 

I’ve been cumberbatched.

Auf Amazon Prime hab ich neulich Parade´s End ge-binge-watched. Binge-ge-watched? Wie auch immer.

Inhalt (schamlos von Wikipedia kopiert)
A love triangle develops between the old-fashioned Christopher Tietjens, his vindictive wife Sylvia and young suffragette Valentine Wannop, in the midst of World War I and a Europe on the brink of profound change. As the war drags on, Christopher goes to fight in France, and leaves behind Sylvia, a son who may or may not be his, and Valentine. He must ultimately decide whom he is to remain with for the duration of his life: the beautiful yet manipulative Sylvia or the adoring Valentine.

Wie hats mir gefallen:

Mr. Cumberbatch war fabulös, die Kameraführung unaufdringlich gut, die Kostüme glaubhaft … und trotzdem war am Ende so ein klein wenig Enttäuschung. Ich denke, es war die Figuren-Entwicklung, die mir ein zu inkonsistent war. Sylvia war mehr als erratisch – mal so, mal so, sie lernt nicht wirklich dazu. Es ist schwer, mit jemandem zu fühlen, der die emotionale Reife eines Kleinkindes hat.

Die ganze Miniserie gibt einzelnen Momenten viel Raum, aber lässt dann große Zeitabschnitte aussen vor. Manche Handlungsstränge habe ich überhaupt vermisst: Christopher ist doch ein hingebungsvoller Vater – was wird dann später aus seinem Sohn? Was macht das mit Christopher?

Auch Valentine war mir ein wenig zu eindimensional: Eine Kämpferin für die Frauenrechte, naiv, hingebungsvoll in ihrer Liebe zu Christopher. Ewig wartend, bereit auf alles zu verzichten, alles zu akzeptieren. Immer verständnisvoll. Immer lieb. Naaaaja. Gähn.

Also … trotz Mr. Cumberbatch wars irgendwie … nur nett. Hat mich nicht mitgerissen oder aufgewühlt, auch wenn ich historische Dramen mag. Und es ist eine Coproduktion von BBC und HBO – da sollte man meinen, dass eigentlich nichts schief gehen kann, oder?

Die Kritiken sind aber insgesamt sehr positiv – die Chance steht also gut, dass ihr die Serie vielleicht ganz großartig findet! Und immerhin kann man Mr. Cumberbatch zuschauen und -hören. Gibt schlimmeres 😉

 

 

Der Anti-Hausfrauen Post

Ich bin verliebt. Ehrlich. Seit ein paar Wochen wohnt er bei uns: Sehr schweigsam, geduldig und pflichtbewusst. In einem englischen Liebesroman wäre er der Darsteller mit den „dark, brooding looks“ und dem „broad chest“.

Köhlchen hat ihm den Namen „Spidey“ verpasst, und verfolgt gespannt, wie er durchs Wohnzimmer wuselt. Anwesende Katzen sitzen ebenfalls fasziniert und ein wenig angenehm begruselt daneben.

Spidey hingegen sieht das Ganze mit der Gelassenheit eines britischen Butlers. Wartet brav in einer Ecke bis er dran ist und dann – legt er los. Düst kreuz und quer durchs Zimmer und verfolgt den bösen Lurch in jede Ecke. (Lurch ist zumindest der wienerische Ausdruck für jene kleinen Häufchen an Staub, Katzenhaaren und ich-wills-gar-nicht-wissen, die sich wie durch böse Magie in den Ecken und unter der Couch ansammeln. Gibts bei euch einen anderen Ausdruck für Lurch?)

Ich bin ehrlich hingerissen und bestürzt gleichzeitig, wieviel Staub Spidey auf seinen täglichen Streifzügen zusammenkehrt. Wer macht so viel Dreck? Ist das die selbe Person, die in unserer Waschküche eisbeckleckste Kindershirts, Ringelsocken mit Grasflecken und erdige Kinderhosen hinterlässt? So viel Wäsche kann nämlich unmöglich nur von unserer Familie stammen. Da bin ich mir sicher.

Vielleicht sind einfach die Katzen schuld. Aus den zusammengesaugten Katzenhaaren alleine könnten man mittlerweile eine neue Katze bauen. 😉

Mein Held! *swoon*

Ein Wort, das viel zu selten vorkommt: Flusen (und ein gutes Buch)

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Vor einiger Zeit hab ich Das Leben und das Schreiben von Stephen King gelesen. Er erzählt locker vor sich hin und schwupps, schon hat man das Buch hinter sich. Stephen King halt. Selbst wenn er über seine Erfahrungen beim Entfernen der Flusen aus dem Flusensieb seines Wäschetrockners schreibt, würde ich es vermutlich auch interessant finden. Wobei – in Stephen Kings Flusensieb wohnt vermutlich ein Flusenmonster. Und sein Wäschetrockner hat ganz sicher ein fieses, rotes Licht, mit dem er einen bedrohlich anstarrt, sobald man die dunkle Waschküche betritt. In der schon Unmengen an Socken spurlos verschwunden sind. Brr.

Das Buch ist perfekt für jeden, der Stephen King und seine Schreibweise mag – und ihm dabei zuhören möchte, wie er über sein Leben philosophiert und seine Lebensgeschichte Revue passieren lässt. Angenehm unaufgeregt und mit dem typischen, trockenen Humor. Ein wenig so an, als würde man mit ihm an einem Sommerabend auf der Veranda sitzen, und er würde seinen Gedanken folgen. Und natürlich ist es ein gutes Buch für all jene, die sich fürs Schreiben interessieren. Also geht hin und leset! 😉

Film: Oops, die Arche ist weg.

Vor kurzem waren Mr. Cole und ich mit dem besten-Kind-der-Welt im Kino. Eigentlich wollten wir ja „Pets“ sehen, allerdings war der leider nicht mehr im Programm. Dann also die Arche.

Im Trailer wird die Handlung ganz gut zusammengefasst: Die Sintflut kommt, und nicht alle Tiere dürfen mit. Nur jene, die auf Noahs Liste stehen, haben auch Platz auf der Arche. Überwacht wird das von einer Art Tierjury, á la Castingshow – nur dass statt Dieter Bohlen hier ein Löwe rumpöbelt.

Natürlich versuchen die Tiere ohne Platz mit Verkleidung auf die Arche zu kommen. Und dann geht was schief, und zwei Tierkinder bleiben alleine zurück. Und ab da folgt es dem „Kochrezept“: Fieslinge, die die Kinder fressen wollen. Ein Wettlauf gegen die Zeit – immerhin steigt ja das Wasser. Eine kleine Gruppe an sehr unterschiedlichen Tieren, die sich gemeinsam vorkämpfen und dabei Freunde werden.

Den „Todesfall“ am Ende hätte man denke ich auch aussparen können – vor allem, weil bei einem Kinderfilm ja auch kleinere Kinder im Publikum sind. Und natürlich kommt auch eine Moral mitgeliefert: Jeder hat seinen Platz, und dort machen seine Fähigkeiten plötzlich Sinn. Dass Noahs Team rund um den Löwen diese Information anscheinend von Anfang an hatte,  ist für mich keine zufriedenstellende Erklärung. Woher? Und warum nicht einfach sagen? Ist das nicht grausam?

Naja – insgesamt ein ganz netter Film, der meinem Sohn gefallen hat. Für Erwachsene wahrscheinlich ein wenig zu vorhersehbar, der Humor ein wenig zu einfach. Und leider von der Qualität der Animation her nicht mit amerikanischen Produktionen zu vergleichen. Allerdings hab ich im Internet auch recht gute Kritiken zum Film gelesen – also macht euch doch einfach selbst ein Bild. 🙂

Mel’s Buchvorstellung plus Gewinnspiel: Charlotte Cole – Küss mich im Sommerregen

schaut mal rüber zu Melli! Da gibts ein Gewinnspiel mit tollen Preisen … zB 2 signierten Exemplaren von „Küss mich im Sommerregen“ 🙂

Lesezauber

Charlotte Cole - Küss mich im Sommerregen Charlotte Cole – Küss mich im Sommerregen

Halli-Hallo!

Ja, ihr habt richtig gelesen. Heute gibt es auch noch eine Gewinnspiel-Bekanntgabe nach der fulminanten Buchvorstellung. Aber erst danach. Also bitte nicht runterscrollen. 🙂

Heute dreht sich auf meinem Blog alles um das von mir im e-Book-Format gelesene Buch „Küss mich im Sommerregen“ von der Autorin Charlotte Cole.

Kommt mit nach Finley Meadows!

Handlung

Reenie mit ihrem schrägen Humor und ihren wilden Locken lebt ein Leben, von dem viele träumen: Sie ist Teil der glitzernden High-Society von Paris. Als ihr Mann sie plötzlich vor die Türe setzt, flieht sie geschockt und zutiefst verletzt mit ihren beiden Kindern zu ihrer besten Freundin Jill. Sie findet ein neues Zuhause in dem kleinen Städtchen Finley Meadows. Langsam beginnt sie, sich ein neues Leben aufzubauen – bis eine Tragödie beinahe alles zerstört, und sie eine unmögliche Entscheidung treffen muss…

Eine gefühlvolle Geschichte über beste Freundinnen…

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