Eine Zumutung.

Hab ich gestern in der Welt gelesen und musste dabei schmunzeln:

(…) Die Autorenlesung ist für alle Beteiligten eine Zumutung. Der Zuhörer muss sich sklavisch einem fremden Leserhythmus beugen. Er kann langweilige Passagen nicht überspringen, nicht kurz mal in die Küche gehen oder die Lektüre diskret abbrechen, ohne Gefühle zu verletzen. Sie sind gezwungen, den Autoren zuzuhören, von denen viele leider nur sehr schlecht vorlesen können und älter und dicker als gedacht sind, und erschreckend uncharismatisch sowieso. Fast nie sind sie so interessant wie ihre Figuren.

😉

https://www.welt.de/kultur/literarischewelt/article158105023/Warum-gibt-es-eigentlich-noch-Autorenlesungen.html via publishernews

Zum Haareraufen

Tiana hat eine total liebe, ausführliche Rezension zu „Küss mich einfach immer weiter“ auf ihrem Blog gepostet. Sie schreibt:

Spannend? Ja!
Zum Haareraufen? Aber unbedingt!

Aber genau das macht den Reiz der Reihe aus, denn auch wenn das Ende eigentlich (fast) immer klar ist, ist das Mittendrin eine einzige Überraschung.

Die Charaktere leben auch nach dem vermeintlichen „Happy End“ nicht in einem „Friede-Freude-Eierkuchen“-Dasein weiter und das macht die Bücher umso realistischer.

Ich mag die Verstrickungen, die Perspektivenwechsel und den alles umfassenden roten Faden:

Finley Meadows!

Danke, Tiana! ❤ Schaut doch mal auf ihrem Blog vorbei!

Montagsfrage: Was muss ein Buch haben, um für dich als Lese-Highlight zu gelten?

d1325-montagsfrage_banner

Montagsfrage: Was muss ein Buch haben, um für dich als Lese-Highlight zu gelten?

Uh, das ist eine gute Frage. Echte Lesehighlights sind selten. Dazu muss mich die Geschichte so sehr mitreissen, dass ich auf die Zeit, Essen, Arbeit und den Rest der Welt vergesse. Die Helden müssen sympathisch sein, ihre Entwicklung und Motivation glaubhaft. Vor allem bei Liebesgeschichten! Optimalerweise hat der Autor/die Autorin das Ganze noch mit feiner Ironie oder wahlweise bösem Humor abgeschmeckt.

Und schließlich muss es sprachlich so schön sein, dass ich mich am liebsten in die Sätze einwickeln würde. Großartige Bücher tragen wie jedes große Kunstwerk diesen Funken in sich, der genau diese Geschichte auf eine elementare Art richtig macht. Wo man weiß – das musste einfach so sein, die Geschichte wollte aus sich heraus genau so werden.

 

Where Children Sleep

img_0428

Dieses Buch ist so großartig und berührend, dass ich es euch gar nicht genug ans Herz legen kann. Der Fotograf James Mollison erzählt darin mit stillen, eindrücklichen Bildern über das Leben von Kindern in aller Welt. Ohne zu werten, als respektvoller Beobachter, mit großem Gespür für Menschen, Orte, Komposition und Licht.

Dann sitzt man da, sieht diese Gesichter und die Orte, an denen Kinder schlafen. Und man fragt sich, was sie in ihrem jungen Leben wohl schon erlebt haben. Versucht zu erahnen, wer ihre Eltern sind. Wie ihr Alltag aussieht. Welche Regeln es gibt, welche Freiheiten. Ob sie jemanden haben, der sie in den Arm nimmt. Fragt sich, welche Chancen diese Kinder in ihrem Leben haben werden. Welche Herausforderungen. Und ob sie wohl glücklich sind.

Da ist Kaya, 4, aus Japan.

(c) http://jamesmollison.com/

Und Alex, 9, aus Rio.

(c) http://jamesmollison.com/

Rhiannon, 14, aus Schottland.

(c) http://jamesmollison.com/

Jamie, 9, aus New York.

(c) http://jamesmollison.com/

Auf seiner Homepage (auf der ihr noch mehr Bilder aus der Serie finden könnt) sagt der Fotograf dazu: „Stories of diverse children around the world, told through portraits and pictures of their bedrooms. When Fabrica asked me to come up with an idea for engaging with children’s rights, I found myself thinking about my bedroom: how significant it was during my childhood, and how it reflected what I had and who I was. It occurred to me that a way to address some of the complex situations and social issues affecting children would be to look at the bedrooms of children in all kinds of different circumstances. From the start, I didn’t want it just to be about ‘needy children’ in the developing world, but rather something more inclusive, about children from all types of situations. This is a selection from the 56 diptychs in the book.“