Qualitätsjournalist vs. Schundautor

Auf wenn mich der herablassende Tonfall stört, fand ich diesen (schon etwas älteren) Artikel hier sehr interessant: Dieter Walter, ein Autor von Groschenromanen, erzählt von seiner Arbeit.

Okay, bei „Manche Sachen könne man heute nicht mehr schreiben: „Die Frau steht am Herd und macht den mittleren Ring auf – solche Herde kennt ja keiner mehr. Heute haben die alle Waschmaschinen und Trockner und alle möglichen Geräte.“ Moderne Frauen also.“ musste ich echt lachen.

Aber ansonsten sagt der nicht wahnsinnige subtile Spott des Journalisten mehr über ihn als über den Autor der „Schundheftchen“aus, denke ich. Ich sehe es eher so wie Dieter Walter – diese Einteilung in E und U ist einschränkend bis beschränkt. Groschenromane haben auch ihre Daseinsberechtigung – in meinem öffentlichen Büchertauschkasten gehört die Heftromanabteilung zu den beliebtesten, und schenkt vielen Leserinnen schöne Stunden. Dagegen ist doch nichts zu sagen.

Niemand will schließlich jeden Tag Haubenküche. Manchmal braucht man einfach einen fetten Hamburger. 😉

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