Montagsfrage: Ein Blick zurück

 

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Montagsfrage: Ein Blick zurück – wie bist du zum Bücherwurm geworden?

Ich denke, das war fast unvermeidlich. Erstens waren Geschichten meine erste große Liebe, und ich hab schon im Kindergarten alle damit (versucht zu) unterhalten. Denn üblicherweise hat die Welt meine blühende Phantasie nicht zu schätzen gewusst, was vielleicht aber auch daran lag, dass die Grenzen zur Realität für mich seeeeehr fließend waren.

Zweitens war ich fest davon überzeugt, dass Buchstaben eine Art Geheimsprache der Erwachsenen sind, mit der sie die richtig tollen Geschichten nur für sich ganz alleine behalten wollten … um uns Kinder zu ärgern.

Dementsprechend wild entschlossen war ich, möglichst schnell lesen zu lernen. Ich war schon in der Volksschule (Grundschule) eine echte Leseratte, und hab verschlungen, was immer mir in den Weg kam: Karl May, Agatha Christie, Unmengen an Donald Duck Heften, die Gulla-Buchreihe, Nöstlinger, Brenzina, Ende, Hohlbein, Sagenbücher, Kitschromane meiner Oma, Detektivromane … also einmal quer durch den Gemüsegarten.

Ich kann mich noch an eine Buchserie erinnern, die hieß „Dolly“ – da kam ein junges Mädchen diesen Namens in ein Internat. Einige Zeit lang hab ich von einer Tante zu jedem Anlaß den nächsten Band bekommen. Das Problem war nur, dass die Bücher so dünn waren… Wenn ich das neue Buch um 3 Uhr Nachmittags knapp vor der Kaffeejause bekommen hab, war ich üblicherweise mit dem Lesen fertig, bevor meine Tante sich Abends verabschiedet hat. 😉