die bibliothekseigene Autorin

Heute war ich mit einem Ikeasack voll Bücher in der Bücherei. Ich hab neulich meinen öffentlichen Tauschbücherkasten durchsortiert und geputzt, und wollte jetzt ein paar (viele) Bücher im Tauschregal unserer örtlichen Bücherei in die Freiheit entlassen. (Und die armen Kleinen nicht auf der Straße aussetzen. Sowas ist doch herzlos. Wenn man denkt, was ihnen da alles zustoßen könnte. Gell, M?)

Kaum war ich in der Bücherei drin, ist meine Lieblingsbibliothekarin Ulli schon strahlend auf mich zugekommen. Letzte Woche war eine Leserin dort, die unbedingt ein weiteres Buch von … Charlotte Cole lesen wollte. Und Ulli hat sich ganz genau gemerkt, was die Leserin alles gelobt hat, um auch alles futziklein weitergeben zu können.

Sie hat gemeint, sie war so stolz. Immerhin bin ich ja die bibliothekseigene Autorin.

Awww. Ist das nicht süß? Andersrum wird ein Schuh draus, liebe Ulli: Wie cool ist es denn bitte, die Unterstützung einer echten und richtigen Bücherei zu haben? Das ist ja quasi ein literarischer Heimathafen.

Ich war ganz gerührt und megasentimental. Tolles Feedback für meine Bücher zu bekommen, ist schon etwas ganz besonderes. Aber dass sich dann auch andere Menschen mit mir mitfreuen und mich unterstützen, das ist einfach nur superaffenmegatotalcool, wie Köhlchen sagen würde. Seufz.  🙂

Reenie und die Drachen müssen aufs Klo

Ich sitze gerade ganz friedlich auf der Couch und tippe vor mich hin, da kommen die Jungs ins Wohnzimmer… tief in Diskussion über das Buch, das sie derzeit gemeinsam lesen.

Köhlchen: Papa, wieso geht in Büchern eigentlich nie jemand aufs Klo? Müssen die alle nicht Pipi?
Mr. Cole, zu mir grinsend: Frag doch einfach deine Mama, die schreibt immerhin Bücher. Wenns die nicht weiß …
Köhlchen: Mama, kannst du nicht mal schreiben, dass Reenie aufs Klo muss? Oder die Drachen? Sonst ist das doch total unrealistisch. Dann merkt doch jeder, dass du dir das nur ausgedacht hast.
Ich, eloquent: Ähhh….
Köhlchen: Weißt du was? Vergiss es. Ich schreib einfach selber ein Buch wo alle ständig aufs Klo müssen. Wenn ich groß bin.

Phew. 😉

Haarig!

Das hier hab ich heute im Netz gefunden: Dieser neue Trend heißt „Furry Nails“.

Also, ich wage mal eine vorsichtige Prognose und tippe – das wird sich nicht durchsetzen. Aber ich bin auch keine Mode-Expertin. 😉

Was sagt ihr dazu? Würdet ihr euch haarige Fingernägel verpassen lassen? Braucht man dann winzig kleine Bürsten für die Fingernägel? Und was passiert beim Duschen? Muss man die Fingernägel dann auch shampoonieren? Fragen über Fragen, und das schon ganz früh am Morgen…

elite-daily-envision-furry-nails

via Cosmopolitan

Montagsfrage: Mitdenken oder nicht?

d1325-montagsfrage_banner

Montagsfrage: Wenn du einen Krimi/Thriller o.ä. liest, machst du dir selbst Gedanken darüber, wer der Mörder/Täter ist, oder lässt du dich prinzipiell vom Autor überraschen?

Ja klar! Ist das nicht ein (Mit)grund, warum man Krimis und Thriller liest? Dass man ein wenig Sherlock spielen darf? 😉

Wobei ich sagen muss, dass ich dann auch echt grantig werden kann, wenn der Autor am Ende als deus ex machina einen Täter präsentiert, der im ganzen Buch kaum bis gar nicht erwähnt wurde, oder man den Fall mangels fehlender Zusammenhänge gar nicht lösen konnte.

Im Gegensatz dazu bewundere ich Autoren, die den Täter durch die Seiten und auf der Nase des Lesers rumtanzen lassen, und nonchalant auch noch alle nötigen Hinweise liefern … aber das so geschickt tun, dass man bis zum Schluß auf der falschen Fährte ist. Das fällt dann in die Kategorie „befriedigende Frustration“, falls das Sinn macht. 😉