Übers Schreiben bloggen, Teil 2

Hier gehts zu Teil 1.

  • Wenn Sie über romantische Beziehungen schreiben, wie weit gehen Sie da beim Erzählen?
    So weit, wie es für die Geschichte notwendig ist. Wobei ich es gerne mag, wenn Platz für Phantasie bleibt. Allzu plastische Beschreibungen mit Schlürf- und Schmatzgeräuschen find ich eher unsexy.
  • Welcher Ihrer Protagonisten ist Ihr Liebling und warum?
    Eigentlich immer meine aktuelle Heldin. Im Moment Jolanda Stern.
  • Welcher Ihrer Antagonisten ist Ihr Liebling und warum?
    Ich mag alle „Bösen“ in meinen Büchern. Sie sind lustig zu schreiben, und sie haben immer einen guten Grund für ihr Handeln. Ich mag es, wenn Charaktere böse Dinge aus guten Gründen tun. Das macht die Handlung vielschichtiger.
  • Hat sich schon mal eine Nebenfigur in Ihren Geschichten in den Vordergrund gedrängt? Wurde die Nebenfigur dann zur Hauptfigur? Warum ist das passiert?
    Jolanda Stern … sie war eigentlich nur die Heldin einer Kurzgeschichte. Dann hat sie mir keine Ruhe gelassen, und jetzt kriegt sie ihr eigenes Buch.
  • Welche Szenen schreiben Sie am liebsten?
    Dialoge. Ist so ein bißchen, als würden sich multiple Personen in meinem Kopf unterhalten.
  • Hat eine Ihrer Figuren Kinder? Wie schreiben Sie Szenen aus Sicht der Kinder/ oder Szenen mit Kindern?
    Mit Kindern – ja. Aus Kindersicht – bis jetzt nicht. Ich halte das für extrem schwierig, weil das Innenleben von Kindern so ganz anders ist, als das von uns Erwachsenen. Ihr Wortschatz, ihre Beobachtungen … alles fremd für unser Denken. Deswegen kommen Kinder in Büchern auch oft so altklug rüber, denke ich.
  • Gibt es eine Szene zwischen Ihren Charakteren, die Sie nie geschrieben haben? Wenn ja, warum?
    Es gibt Szenen, die ich wieder gelöscht habe… weil das Buch sie nicht gebraucht hat. Wenn man ganze Szenen ohne Verlust in einem einzigen Nebensatz unterbringen kann, dann sollte man das auch tun, finde ich.
  • Wie lange brauchen Sie im Durchschnitt für ein Projekt von der Planung bis zur fertigen Erstfassung?
    Küss ich im Sommerregen: 2,5 Jahre / Küss mich zum letzten Mal: 3 Monate / Küss mich einfach immer weiter: 8 Monate / Drachen: schaunwirmal.
  • Wären Sie bereit, eine Ihrer Hauptfigur in der Geschichte zu töten, wenn es die Handlung verlangt? Welches war Ihre interessanteste Art und Weise, eine Romanfigur zu töten?
    Klar. Das mit der interessantesten Art könnte ich beantworten, will ich aber nicht. #spoiler 😉
  • Hat eine Ihrer Figuren Haustiere? Wenn ja, welches?
    In Finley Meadows gibts einen Kater names Lilly und die Goldenretrieverdame Sally. In FM3 erweitert sich der tierische Cast um einen Dackel names Fizzy.
    Im Drachenbuch kommen Drachen vor. Surprise! 😉
  • Wie zeichnen Sie Ihre Charaktere? Beschreiben Sie eine Figur oder wenn Sie mit Bildern arbeiten, zeigen Sie uns eine Ihrer Figuren!
    Ich arbeite gerne mit Moodboards, und ich habe Listen mit den physischen Eigenschaften.
  • Spielt das Aussehen Ihrer Figuren eine wichtige Rolle? Wie gestalten Sie das Aussehen einer Figur?
    Ich denke schon, dass es wichtig ist – in dem Sinn, dass wir Menschen ja versuchen, uns durch die Gestaltung unseres Aussehens auszudrücken. Was eine Figur anzieht, wie sie ihre Haare trägt … das alles ist Bestandteil der Persönlichkeit. Wobei ich versuche die Optik generell so wenig wie möglich und so viel wie nötig zu beschreiben, um meinen Leserinnen so viel Freiraum wie möglich zu geben.
  • Haben Sie schon einmal eine Figur mit körperlicher oder geistiger Behinderung entworfen? Erzählen Sie uns davon.
    Bisher noch nicht.
  • Wenn Sie an einem Projekt arbeiten, wie oft denken Sie an die Handlung, die Figuren? Gibt es etwas, das Sie an Ihr Projekt oder an Ihre Figuren erinnert?
    Wenn ich schreibe, dann sind die Figuren eigentlich den ganzen Tag über in meinem Kopf. Ich denke solange nach, bis die Figuren und ihre Handlungen stimmig sind.
  • Letzte Frage: Wählen Sie einen Schriftsteller aus und verraten Sie uns, was Sie an diesem Schriftsteller mögen und/ oder an seinen Charakteren gut finden.
    Das wäre dann wohl wiedermal Jane Austen: Bei ihr passt einfach alles. Ihre Charaktere, ihr Sinn für Humor, ihre großartige Beobachtungsgabe, ihre spitzzüngige Menschenkenntnis, und ihre elegante Art zu Schreiben… perfekt.

 

 

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