Alles schläft, einsam wacht.

Guten Morgen, meine Lieben. Ich war heute schon wieder um 6.30 Uhr munter. Und das, obwohl ich eher zur Kategorie der Schnarchnasen zähle. Üblicherweise stemme ich mühsam ein kanaldeckelschweres Augenlid hoch, werfe einen Blick ins Schlafzimmer, denke mir „Auch nichts Neues im Westen“, und sinke zurück in meinen aktuellen Traum. Da ich gottseidank bestimmen kann, in welchen Traum ich gerne zurück will, und wie der zu verlaufen hat – hats die Realität frühmorgens beim mir schwer. Sorry!

Aber derzeit wache ich morgens auf und denke mir: „Hui, ich könnte ja an den Drachen weiterschreiben.“ Und dann hüpfe schlurfe ich gutgelaunt ins Badezimmer, stolpere am Weg zur Küche über diese oder jene Katze, drücke selbst das stinkige Katzenfutter ohne Gegrummel aus diesen depperten Katzenfutterbeuteln, die sich aus irgendeinem Grund niemals freiwillig von ihrem Inhalt trennen wollen.

Das ist echt ein gutes Zeichen. Also das mit dem Aufwachen. Nicht das mit dem Katzenfutter. Diejenigen von euch, die hier schon länger mitlesen, die wissen ja, wie schwierig das letzte Buch zu schreiben war. Und wie sehr ich mich geplagt habe. Vielleicht ist das jetzt die Belohnung fürs Durchhalten: Es flutscht. So richtig. Ich hab so viele Ideen, und ständig ploppen neue Querverbindungen in meinem Kopf auf. Ich fühl mich wie ein Kind im Süßigkeitenladen. Oder eigentlich wie ich im Süßigkeitenladen. Da hat sich bei mir seit meiner Kindheit nicht so wahnsinnig viel geändert.

So, Finger aufgewärmt! Los gehts. Jolanda und ich gehen jetzt gleich in der Villa im Dunkelsteinerwald frühstücken. 😉

Später dann muss ich wählen gehen. Schon wieder! Ächz. Und monatlich grüßt das Murmeltier hier in Österreich. Dafür grillen wir dann mit Freunden. Selbstbelohnung ist alles.

Ach so- vergesst nicht, mir das Lösungswort zu mailen. Das ist doch ein schönes Sonntagmorgenprogramm: Die Stationen unserer Blogtour abklappern, Beiträge lesen, Buchstaben sammeln und mir dann ein Mail schicken. 😉

Und dann habe ich noch eine technische Frage an euch Buchliebhaber da draußen: Habt ihr ein Lieblingsbuch, das in zwei Zeitebenen gleichzeitig erzählt wird? Also: wo sich Handlungsstränge in der Vergangenheit und der Gegenwart entwickeln und bedingen? Wenn ja, welches?

4 Gedanken zu “Alles schläft, einsam wacht.

  1. Du kennst wahrscheinlich den „Wolkenatlas“ von David Mitchell, der als „Coud Atlas“-Verfilmung ja ziemlich bekannt wurde? Beides finde ich toll gemacht, beides konnte mich nicht vollständig überzeugen. Aber auf jeden Fall lesens- bzw. sehenswert.

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