Gähn.

Aufgewacht, weil Katzen wegen Futter rumnerven. Aus dem Schlafzimmer geschlichen, auf Legostein am Gang getreten. Lautlos vor mich hingeflucht, um Kind nicht zu wecken. Unter Protest der Mistviecher zuerst ins Badezimmer gehüpft. Im Badezimmerspiegel festgestellt, dass sich das mit den Falten am Morgen in die falsche Richtung entwickelt. Morla! Mit den Schultern gezuckt. Mr. Cole wird immerhin auch nicht jünger. Ha! Schnarchen von Mann und Kind sowie Sirengesang des Bettes ignoriert. Katzen gefüttert. Kaffee gemacht. Festgestellt, dass keine Reismilch mehr da ist. Grummelnd in den Keller gegangen. Kaffee geholt. Wieder oben in der Küche festgestellt, dass ich eigentlich Reismilch holen wollte. Fluchend noch mal in den Keller gegangen. Kaffee getrunken. Laptop geholt und zum Schreiben hingesetzt. Kurz mit diesem Blogpost hier rumprokrastiniert. Jetzt Aber! Rückstand der letzten zwei Tage aufholen … los gehts.

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Need for Speed!

Sarah Ricchizzi  hat heute das Ergebnis eines Schnell-Tipp-Tests gepostet, das wollte ich natürlich auch probieren. Was soll ich sagen? Abgestunken, und wie. Ich habs erst beim dritten Mal überhaupt knapp über hundert Wörter geschafft… und sie hat unglaubliche 120 Wörter pro Minute. Chapeau, Sarah! 😉

Das hier hat übrigens das Potential zu einem Autoren-Showdown! Ich sehe eine schummerige Seitengasse, einen verbeulten Laptop, zwielichtige Autorengestalten in Trenchcoats in einem Kreis darum herum. Stephen King schiebt seine Ärmel hoch, neigt sich blitzenden Auges zu the renowned author und sagt: „Lass uns das hier und heute ein für alle Mal beenden, Dan.“

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Pasta Love

Aus: die Presse am Sonntag  
Das wär doch mal eine Hochzeitsszene für den nächsten Roman! Abgesehen vom Unterhaltungswert hat die church of the flying spaghetti monster leider einen ziemlich ernsthaften Hintergrund: Sie ist eine amerikanische Gegenbewegung zu den Kreationisten, die seit einigen Jahren versuchen, ihre Theorie vom „intelligent design“ (keine Evolution, keine Dinosaurier, die Welt ist nur ein paar tausend Jahre alt,…) als Wissenschaft im Lehrplan der Schule zu verankern. 

Hair

Ha, zufällig heute morgen gehört … und ich kann den Text sogar noch! Sehr zum Leidwesen von Köhlchen, der mit rollenden Augen und Fingern in den Ohren über seinem Frühstücksmüsli gelitten hat. Mütter können so PEINLICH sein. 😉

Wo Bildung passiert

Morgens, im Vorzimmer.

Köhlchen, nörgelig: „Koooomm, Maaaamaaaaa.“
Charlotte, rumkramend: „Ich komme, ich komme.“
Köhlchen: „Tempus fugit!“
Charlotte, starrt das Kind an: „???“
Köhlchen: „Was is?“
Charlotte: „Weißt du, was das bedeutet?“
Köhlchen: „Das man endlich Gas geben soll.“
Charlotte: „Wer sagt das?“
Köhlchen: „Unser Turnlehrer. Wenn wir beim Anziehen trödeln.“

Und da gibt es Politiker, die den Turnunterricht abschaffen wollen.

 

der Leserin Leid, der Autorin Freud

Vor ein paar Tagen hab ich die ersten Kapitel der Drachensachen an meine Lieblingstestleserinnen geschickt … ich wollte wissen, wie es sich so liest, ob sie weiterlesen würden, wie ihnen meine Welt gefällt.

Meine Drachen werden anders als Finley Meadows: dünkleres Thema, anderer Stil, mehr Worldbuilding. Und viel weniger Konventionen, an die man sich halten muss … weil es kein Liebesroman ist. Auch wenn eine Liebesgeschichte (natürlich!) vorkommt.

Ich bin unsicher, ob alles so funktioniert, wie ich mir das denke. Auch weil ich wirklich verliebt in meine Geschichte bin, und damit ungefähr so objektiv wie die Mutter eines neugeborenen Babys. 😉

Es ist immer gut, relevante Kritikpunkte zu berücksichtigen, bevor man 50.000 Wörter zu weit im Buch ist, um das noch (ohne Mega-Rewrite) zu tun.

Und schön langsam trudeln die ersten Antworten ein… Yay!

Kritikpunkte:

Die Sprache meiner Heldin ist manchmal recht undamenhaft. Das ist ein guter Einwand … aber vermutlich bleibt das so. Jolandas Art mit der Welt umzugehen, spiegelt sich in ihrer Sprache wieder. Und auch ihre Entwicklung.

Außerdem leide ich an chronischer Adjektivitis. Ich weiß, ich weiß. Und dabei bemühe ich mich sparsam mit den kleinen Biestern zu sein. Meine Lektorinnen sind in der Hinsicht viel Leid gewohnt und hacken sich dann mit der Machete durch meine lianesk-pitoresken Konstruktionen.

Kommen wir zum positiven Teil: Die erste Testleserin war begeistert! Ich hab ihr sogar ein Book Hangover beschert.

Sie würde gerne weiterlesen, aber da haperts jetzt ein wenig – denn es gibt noch nicht sehr viel mehr als das, was ich ihr geschickt habe. Zumindest nichts, was ich freiwillig herzeigen würde. Der Rest ist noch in Überarbeitung.

Womit wir zur Überschrift kommen: Ich verstehe, wie doof das ist, wenn man wissen will wies weitergeht … und es nicht weitergeht. Extrem nervig.

Aber irgendwie ist schon auch cool, wenn man merkt, wie gerne jemand weiterlesen würde. Zumindest für die Autorin. 😉

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