Montagsfrage: Wie steht ihr zum Anfragen und unaufgeforderten Erhalten von Rezensionsexemplaren?

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Uh, und dieses Thema gleich Montag Morgen – da krieg ich selbst zu den besten Zeiten Knoten im Magen. 😉

Ehrlich gesagt tu ich mir damit total schwer, wenn auch vermutlich aus diametral entgegengesetzten Gründen als die meisten Bloggerinnen. Ich freu mich zwar wie ein Schwammerl, wenn jemand eines meiner Bücher liest und rezensiert, aber ich HASSE es, Emails zu schreiben und zu fragen, ob ich jemand eines schicken darf.

Ich denke mir, dass Buchblogger im Regelfall einen SUB bis zur Zimmerdecke haben. Oder zwei. Und wenn pro Jahr ungefähr 90.000 deutschsprachige Buchtitel auf den Markt kommen, und davon um die 25.000 auf Belletristik und Literatur entfallen, dann erscheint es mir immer ein wenig … mhm… unrealistisch, dass irgendjemand überhaupt über eines meiner Bücher stolpern sollte. So viele Bücher, so wenig Zeit.

Außerdem kann ich es nicht leiden, wenn jemand seine Sachen penetrant promoted. Mich nervt sowas total. Ich fühl mich da wie ein Heizdeckenvertreter, der irgendjemand zu einer Kaffeefahrt überreden wil. Kommen Sie, kommen Sie. Das Schnitzel gibts gratis dazu. Brr.

Also schreib ich kaum jemals so ein Mail, und wenn, dann nur nach viel Überwindung. Und wenn ich den Blog besser kenne. Ich will ja niemand unter Druck setzen. Und ich verstehe auch, wenn man einfach nicht zum Lesen kommt. Oder wenn die Rezension halt mal nicht so gut ausfällt – kann ja nicht jedem immer alles gefallen. Aus all diesen Gründen hab ich schon ein paar Mails wieder gelöscht und doch nicht geschickt. Ich will einfach niemand in die verzwickte Lage bringen, absagen zu müssen. Was total unangenehm sein kann.

Allerdings hab ich dann neulich mal festgestellt, dass Buchblogger meine Bücher auch kaufen, wenn sie sie lesen wollen. Obwohl ich sie total gerne als Rezi-Exemplar verschicke. Ich dachte – da gehts dann wohl anderen so wie mir, nur umgekehrt. 😉

Es ist verzwickt. Ehrlich.

 

11 Gedanken zu “Montagsfrage: Wie steht ihr zum Anfragen und unaufgeforderten Erhalten von Rezensionsexemplaren?

  1. Huhu.

    Ich habe mich heute zum ersten Mal auf deinen Blog verirrt und freute mich mal wieder über einen Autorenblog gestolpert zu sein.
    Ich habe jetzt natürlich gleich mal geschaut, was du so schreibst. Ich glaube die „Küss mich…-Reihe“ ist nicht so mein Fall. Aber wenn du mit dem „Drachensachen“ fertig bist, hast du hiermit die offizielle Erlaubnis mir ein Reziexemplar zu schicken 😉 Aber nur, wenn du möchtest und dir mein Blog gefällt natürlich 😀

    Zur Montagsfrage habe ich heute natürlich auch meinen Senf dazu gegeben:
    Rezensionsexemplare? || Mein Senf für die Welt

    Liebe Grüße
    Marina

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  2. Guten Morgen!
    Hm, dieser Standpunkt kommt mir so bekannt vor. Mit wem nur habe ich mich da neulich erst unterhalten? 😀
    Ich verstehe, dass du dich da vielleicht ein bisschen befangen fühlst. Ich glaube jeder, der nicht ein Ego bis zum Mond hat, würde sich so fühlen. Das ist doch auch okay. Das spricht nur für dich. 😉
    Ich habe das Buch übrigens fertig. Wenn ich es schaffe, ein ordentliches Foto von dem Buch zu machen, dann schreib ich die Rezension. 🙂 Oh, ich hätte noch sooo viele Fragen…
    LG, m

    Gefällt 1 Person

  3. Hey,
    ich finde es total spannend, hier auch mal die andere Seite zu lesen, also vom Autor, nicht vom Rezensenten. Ich stelle es mir auch unangenehm vor, solche Mails zu verschicken, weil ich mich niemand aufdrängen wollen würde. Und du hast schon Recht, abzusagen ist für mich auch immer etwas unangenehm, auch wenn es gar nicht am Buch liegt, sondern an der Zeit oder anderen Gründen, für die der Autor definitiv nichts kann.
    Liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

  4. Hey Charlotte,

    ich fand es sehr interessant, auch mal die andere Seite der Münze zu sehen, was die Rezensionsexemplare betrifft, und dann auch noch so ehrlich! 🙂 Ich kann absolut nachvollziehen, dass es ziemlich unangenehm sein muss, alle möglichen Menschen anzuschreiben, denn in gewisser Weise verliert man dabei einen Teil seines Stolzes, zumindest wäre es bei mir so. Ich persönlich habe auch immer ein richtig schlechtes Gewissen, wenn ich einem Autor oder einer Autorin absagen muss, weil mich der Inhalt des Buches nicht anspricht oder ich momentan einfach keine Zeit habe zu lesen. Man darf ja nie vergessen, dass es den oder die Autor/in auch Überwindung gekostet haben muss, solche Mails zu verschicken. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich mich nicht über Anfragen freue, denn das tue ich wirklich, aber einige Autoren verschicken einfach Anfragen ohne sich zuvor wenigstens kurz mit meinem Buchgeschmack beschäftigt zu haben, was mich manchmal etwas verwundert. Man sollte sich seine Leser doch schließlich passend zum Buch aussuchen, oder etwa nicht?

    Liebe Grüße
    Kathi

    Gefällt 1 Person

    • hi 🙂 … ja stimmt, man sollte schon bloggerinnen fragen, die auch gerne das genre lesen, das man so schreibt. und ich denke, niemand kann eine absage übel nehmen. ich überlege ja auch, was ich lese, weil ich einfach nicht so viel zeit fürs lesen habe, wie ich gerne hätte.

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