Gähn.

Guten Morgen. Es ist dunkel draußen, und selbst das weiße Rauschen, das normalerweise wie akustische Watte vom Stadtzentrum zu uns klingt, fehlt noch. Ich kann nicht schlafen, weil die Drachen in meinem Kopf rumspuken.

Wie soll ich auch schlafen, wenn ich das Gefühl habe, an genau der richtigen Geschichte zu schreiben?

Also was mach ich jetzt? Genau. Kaffee. Und ein wenig schreiben.

Das Schlechte am Schreiben ist, dass der Alltag den Bildern im Kopf oft wenig entgegenzusetzen hat. Einkaufen vs. Giebeltürmchen-Drachen-Villa im Dunkelsteiner Wald? Staubsaugen oder auf ledrigen Schwingen über den Wald fliegen?

Ich muss mich oft losreißen von meiner Geschichte. Und selbst dann kriecht sie ständig in mein Gehirn, wie Bodennebel. Aber jetzt: keiner vermisst mich, keiner will etwas, niemand schaut böse, weil ich in Gedanken schon wieder abgedriftet bin.

Ich fürchte, ich hab eine Affäre mit meinem Buch. 😉

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